Band 
Erster Theil.
Seite
508
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zo8 in Hauptst. Geschichte Egyptens bis zu den Zeiten Alexanders des Grossen.

man nun geglaubt, daß er darin versunken, so bekam er daher den Namen der Ausdünstunggen Typhons °). Endlich behauptete man drittens, Ostris sey aus den unterirdischenGegenden heraufgekommen, habe den (l)rus unterrichtet, und zum Kriege wieder den Ty>phon zubereitet; da denn dieser nach einem Gefechte von etlichen Tagen gefangen genom-men worden. Als ihm nun hierauf Isis seine Freiheit wieder geschenket habe, sey Orusdarüber so zornig geworden, daß er ihr den königlichen. Hauptschmuck vom Kopfe gerissen;wogegen ihr Mercur, der eben gegenwärtig gewesen, einen aus einem Ochsenkopfe verfer-tigten Helm wieder aufgesetzt. Tpphon habe nachher den Krieg zweimal wieder angefan-gen, sey aber beidemal überwunden worden -); und weil er nicht mehr im Stande gewe-sen, seinen Feinden zu wiederstehen und ihnen die Spitze zu bieten, so habe er sich verborgen,wie es scheinet, unter dem vorhingedachten sirboniristhen See ?). Ostris sey überdis derIsis erschienen, und habe einen Sohn, Namens Harpocrates, mit ihrgezeuget, deraberein schwächlicher und ungesunder Mensch gewesen. Hiermit bricht plutarch seine Erzä-lung ab, und versichert, er habe die rechte wahre Geschichte vorgetragen; worauf er die gan-ze Sache als ein sinbildliches Gleichnis erkläret'). Da wir aber sehen, daß Diodorusbis auf den Tod der Isis und des Orus gehet, so wenden wir uns wieder zu demselben.Nachdem Ists solchergestalt ihre Feinde gedämpft hatte, regierte sie mit grosser Klugheit,Gerechtigkeit, Mäßigkeit und Gutthätigkeit. Ihrer ungemeinen und standhaften Liebe we-gen zu dem Ostris, die sich am meisten dadurch offenbarte, daß sie ein Gelübde that, be,ständig Witwe zu bleiben, ward ein Gesetz gegeben, so die Heiraten zwischen Bruder undSchwester erlaubte: und aus eben derselben Quelle entsprang die Gewonheit, die Königindem Könige, und überhaupt die Ehefrau dem Manne vorzuziehen O-

§. 624.

Isis tod und Endlich starb Isis, und wurde, der gemeinen Meinung nach, zu Memphis be-Kkgräbnis. graben, wiewo! auch darüber gestritten worden. Insonderheit behaupten diejenigen, die sichauf die oben angefürte Aufschrift berufen, daß unweit davon noch ein anderer Pfeiler inA-rabien gestanden, worauf folgende Worte mit heiligen Buchstaben zu. lesen gewesen:

Ich Isis bin die Rönigin dieses Landes, und habe den Mercur zum Lehrer ge- .habt. was ich yerfügec habe, kan niemand vernichten. Ich bin Sa-turns, des jüngsten unter den Göttern, älteste Tochter. Ich bin des Rö-ntge Osiris Schwester und Gemalin. Ich bin diejenige, so zuerst denRornbau zum Besten des Menschen erfunden. Ich bin die Mutter desRönigs Orus. Ich gehe in dem Hundsstern auf. Die Stadt Bubastus

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vbi tup». Siehe oben §. 503 .

m's, unter dem Berge Lasurs, zweihundert Feldwe- bekriegen, die, sobald sie die Füsse darauf gelehrt, Ar-ges lang, sehr schmäl, dabei, aber ungemein tief ge- fület, daß es nachgebe, und ohne Rettung verlöre»Wesen ftyn. Viele verirrete Reisende,ja ganze Kriegs- gewesen, so gar an dem äussersten Rande des Sumvl's-Heere, die auf ihrem Zuge in die Irre geraten, sollen Er wurde auch Laratbra, oder der tiefe Scl,l»nd ge-rarlliversnnken sey». Indem das Mr rund herum nant (i> Jmmittelst ist er »ach und nach von kleinermaus Sandhaufen bestanden, die der Wind über den Umfange geworden ; denn pliniu« redet davon, >»See gewehet, daß die leichtern Tbeilchen darauf ge- Ansehung seiner vorigen Grosse, als von einem kiel-schwemmen, uns almälig eine loekere Haut oder nen Platze (2) ; und weil man heutiges Tages des-Rinde über demselben ausgemacht, welche zwar selben Stelle gar nicht finden kan, so glaubet matt/schwach, doch hinlänglich gewesen, die Reisenden zu daß er ganz ausgefüllet sey kz).

(i)O-'s,/, 6/e. üb. l.p, r6, M. Nzt. 1. 5 ,'c. IZ. (;) ?. l.u.ze tom. z. p zog.