Band 
Erster Theil.
Seite
509
JPEG-Download
 

4 Abschn. Geschichte des Osms, der Isis, des Typhon und des Orus. 509

ist mir zu Ehren erbauet. Lebe wohl! freue dich, 0 Egypren, meineGaugamme!

Das sey alles, sprechen sie, was man von dieser Aufschrift noch erkennen können»). Ihrzu Ehren wurde in der Stadt Buftris, die fast mitten in dem Delra lieget«), ein sehrprächtiger Tempel aufgefüret, wovon noch einige Ueberbleibsel vorhanden seyn sollen (?).

Von dem Örus hingegen wird weiter nichts gemeldet, als daß er der letzte von denGöttern oder Halbgöttern gewesen sey *); daher beschließen wir hier diesen'fabelhaften oder

8che»mniövollen Abschmt ( ).

r) O,Kc. I.p. 7 S- lib. z.

(C) Wir lesen die Beschreibung und Nachrichtvon diesen Trümmern mit des Schriftstellers eignenDorten : "Zch sahe daselbst die Ueberbleibsel eines»-der schönsten, qrösten und ältesten Tempels in Egy->-pten. Die Steine sind insgesamt von Granit,„und erstaunlich lang und dick. Sie sind meisten-,,theils mit erhabnem Schnibwerke geziert, das Män-,.ner und Weiber nebst allerley hieroglyphisthen--Bildern vorstellet. Auf verschiedenen von dielen»Steinen siehet man einen aufrechtstehenden Man,-.der eine lange spitzige Mütze aufhat, und einen»Becher oder Trinkichale in der Hand hält, die er»drey bis vier jungen Weibern reichet, die auch auf-„recht hinter einander stehen. Von diesen jungen---Weibern hatte eine jegliche in der einen Hand einen„kurzen Spies, in der andern aber einen Stecken,"der etwas kürzer ist als der SpieS ; ferner hat eine„jede eine Kugel zwischen zweien kegelförmigen Hör--,nern auf dem Kopfe liegen. Andere von diesen

"Steinen sind mit hieroglyphisthen Vorstellun---gen von Vögeln, Fischen, oder vierfüßigen Thier'-renMßzieret. Ein hoher und sehr starcker Pfeiler"vonschönem Granitstcin, dessen Obertheil auf allen"vier Seite?! mit winklichtcn Äushölungen oder Ker-zen ausgeschnitzet ist, scheinet zu Tragunq der Bo-r-gen und"Gewolber dieses kostbaren Gebäudes auf-"gefüret zu seyn. An jeder Seite dieses Pfeilers ist"ferner ein Weibcrkopf in mehr als Lebensgrösse gc-"schnjtzet. Dieses Schnitzwcrk ist weder durch die"Länge der Zeit, noch von der Sonnen, noch von'-den Arabern im geringsten verdorben worden. - -"Es ist fast mehr-als warscheinlich, daß dieser TeM-"Vel, dessen Ueberbleibsel ick jeho beschrieben habe,"der eigentliche Tempel der Göttin Ist« gewesen sey,"Und daß die Stadt Buftris, deren -Herodotus"Meldung thut, die jetzige Stadt Bahabeit sey,"Mitten auf dem Delta, unweit Gebennyms oder'-Sammanuv Meine Meinung finde ich um de-"stv mehr gegründet, weil man auf der ganzen Insel"Niemals das geringste gehöret oder crfaren hat, daß"irgend ein marmornes oder steinernes, kleines oder"Stosses Denkmal dastlbst gefunden sey, welches sich"auf eine andere Gvtheit, als die Göttin Isis, ge-schickt. - - Diese nahe bey Bahabeit gelegene

Xuuvellei memvlrer <l«s lVlllllonr öe

Fünfter

lärm ib'iä,

„Ueberbleibsel halten ohngefär tausend Schritte im--Umkreise. Sie liegen etwa eine Meile weit von„dem Nil, ohngefär zwey bis drey Meilen von„Gammanud, und etwa fünf und zwanzig bis„dreißig Meilen gegen Mitternacht von Rahir».„Unter diesen Trümmern sind weder Backsteine noch„Gyps oder Kalk, oder gemeine Steine zu sehen ;„sondern man wird nichts als lauter grosse Werkstü--,cke von Granit gewar (4).

(Z64.B.H, Diese Nachrichten vorn Tempel der I-sis zu Buftris werden vorn Dr.Pocock bestätiget inder öeler. »k lsie ealk 8. I c. g p. 21, alwo es heist :,,Der Flecken Lalbait ist eine der durch Kunst ver»„fertigten Höhen, worauf vermutlich Buftris er-bauet worden, wovon man glaubt, daß es alhier„gestanden, weil es der Beschreibung nach mitten in„dem Delta gelegen haben sol, auch eines grossen der--Isis gewidmeten Tempels wegen berümt gewesen,„es aber alhier noch grosse Trümmer eines Tem-„pels giebst, so den Baumaterialien nach der aller-„kostbarste in Egypten mus gewesen seyn. Er ist„von Granit erbauet, und aus den hieroglyphi->,sehen Bildern, auch Knäufen der Pfeiler erhellet,„daß er ein Tempel der Isis gewesen; die Steinhau->,fen desselben stehen auf dem niedrigen Grunde ge-„gen Südoft. So gut als ich den Grund ausspü-„ren können, scheinet derselbe ohngefär 200 Fus lang„und 100 FuS breit gewesen zu seyn, denn es ist alles„ein unordentlicher Haufen von Trümmern. Ohn-„gefar ioc> FuS davon ist rund um denselben ein Wal„erhöhet worden, den Nil abzuhalten, mit einem„Eingänge an allen Seiten. Die Mauren des Tem-„pels scheinen 10 Fus dick gewesen zu seyn, und aus,„Werts aus grauem Granit mit sehr kleinen Flecken„und einiger Mischung von rot bestanden zuhaben.„Die innere Seite ist von feinem roten Granit gewe-„sen. Zch habe die Steine gemessen, und befunden,„daß die meisten derselben 10 Fus lang und ; Fus„breit, auch so hoch gewesen. Die Pfeiler, so alle zer-brochen sind, haben einen Durchmesser von 4 FuS„gehabt, und aus rotem Granit bestanden, und den--Kopf der ^fts zum Knauf gehabt; wie das -zte„Stuck der 4ten Kupferplatte der egyptifthen Bau-Sss z „kunst

l-<l« lesire llsm lc ww- r. -p. >17. leg.