Band 
Erster Theil.
Seite
513
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§ Abschnit. Die Regierungen der Könige in Egypterr. zrz

H. 626.

Es begab sich unter der Regierung Timäus, des Königes in Egypten, daß, da EinfakderTOtt auf die Egypter zornig war, dieselben eine grosse Veränderung erlitten; denn einebkrten oderMenge Menschen von unedler Herkunft erkünten sich, stürzten aus dem Morgenlande irM".Egppeen, und bekriegten die Einwoner des Landes, welche sich ihnen unterwarfen, ohnees auf den Ausgang einer Schlacht ankommen zu lassen. Nachdem sie nun die Fürsten ü-berwältiget, verbrämen sie die Städte unmenschlicher Weife, zerstörten die Tempel der Gök.ter, und verfuren mit den alten Einwonern auf das grausamste und frevelhafteste: indemsie dieselben häufig umbrachten, und ihre Weiber und Kinder gefangen hinweg füreten.

Endlich machten sie einen aus ihrem Mittel, dessen Name Salatis war, zum Könige. Erhielt sich ordentlich zu Memphis auf, legte Besatzungen in die bequemsten Plätze, und erhieltdadurch beides, das obere und niedere Land, unter feiner Botmäßigkeit. Insonderheit aberbefestigte er die morgenlandische Gegend, weil er einen Einbruch der Assyrer besorgte, die zuder Zeit sehr mächtig waren. Weil er nun eine dazu dienliche Stadt in der säitisthen Land-schaft antraf, die an dem morgenländischen Ufer des Flusses Bubastis lag, und in der al-ten Götterlehre Abaris genant worden: so bauete er dieselbe wieder auf, umgab sie mit ei-ner starken Mauer, und hielt darin eine Besatzung von 24020 Kriegesleuten. Er hatte

im

Beinamen, alsRamesieMenes. Daß dieser erstetNenes in das zeitigste Altertum gehöre, ist wol höchstwarscheinlich, und kan durch die allster gemeldete Ein-würfe neuerer Schriftsteller nicht umgestosscn werden.Was perizonii Einwendungen belrift c. L und ;vriK. -egypt so ist i) auf die Nachricht von den Me-srraern soviel nicht zu bauen: indem theils nicht aus-gemacht ist, daß die Halbgötter darunter verstandenwerden, und nicht Einwoner verschiedener Landschaf-ten theils Menes dennoch ein Sohn und

Nachfolger der Halbgötter bleiben kan, sonderlichwenn er vor den Mrxraim gehalten wird, wennMan nur die Götter und Halbgötter in die Zeit vorderSündflut setzt, so ohnedis geschehen muS (-47).r) Kan man aus dem Vorgeben der Erfindung undEinfürung mancher Dinge keine sichere Zeitbestim-wunq herleiten: indem bey allen Völkern in den spä-tern Zeiten solche Erfindung sowol, als die Erbauungberümter Städte, den ansenlichsten aus dem höchstenAltertum bekant gebliebenen Leuten, blos zur gegen,fettigen Vermerung des Ansehens derselben und ihrerErfindungen und Werke, beigeleget worden; überdis«uch durch die vorn LNenes cingefürte Ueppigkeit nur*we gemächlichere Bequemlichkeit des menschlichenLebens verstanden werden kan, daran es vor Errich-tung der bürgerlichen Geselschaften gesitteter VölkerIrfelet haben muS. z) Den Beinamen Jupiter kanegpptistbe Mammon gar spät von den Grie-ben bekommen haben, und darum doch nicht nurSani, Noäb Sohn, sondern auch der letzte untervon den Egstptern vergötterten Menschen ge-ttstscn seyn; obgleich die Ordnung dieser Gotheitenwchk eben auf der Zeit und Geschlechtsfolge, sondernverschiedenen^Wert ihrer Thaten und beigeleg.Gewalt beruhen kan, so um des Ofiris und der

A.W. H. i Theil.

Isis willen warscheinlich ist. pexron sowol alssein Vorgänger If. Dossiers, ist durch da« Vorur-theii von vorzüglicher Beschaffenheit der griechi-schen Uebersetzung vor den hebräischenZahle», in ei-ne ungeheurige Zeitrechnung geraten. Is New-ton aber hat mit einer grossen Erfindungskraft einGebäude der Zeitrechnung und Geschichte von E-gypten aufgefürt, so weder mit den Nachrichten derheiligen Schrift, noch anderer alten GeschichtschreiberErzälungen, bestehen kan. Zu Abraham« Zeitenist in Egvpten bereits ein eingerichtetes Königreichgewesen, so zu Josephs Zeiten und vorher nicht nurmehrere Städte und Landschaften unter sich beqrjf,fen, sondern auch die meisten bürgerlichen Verfassun-gen gehabt, die von den Alten berichtet werden, undmit einer neuen Anrichtung eines Reichs und gemei-nen Wesens unmöglich zu reimen sind. 4vNosiz,rzwird von der Stadt Hebron gemeldet, ihr hohes Al-tertum anzuzeigen, baß sie 7 Jahre vor 3 loan inEgspten erbauet worden. Ob aber nun dieserMenes entweder Ham selbst gewesen, oder Mix.raim, oder ein anderer in der Schrift ungenanterSohn -Hams,Mixraims Bruder, ist zweifelhafterund schwerer zu entscheiden: weil theils Meneg, alsder erste König von Theben oder vielmehr Ober-egyptcn, Ammons oder Jupiter« Sohn gewesenzu seyn scheint; theils vorn Mixraim, dem ersten Kö-nige in Untecegypten, unterschieden wird, wo mannicht annimt, daß Ham seit der Anbauung Egst-pten«, so das Land -Hains helft, ps>8,5,. 10;. r;.2,7 Mcncs genant worden, nach einiger Zeit Un-teregyptcn dem Mixtaim überlassen, und Gber-egyptcn allein behalten habe, weil in Eratosihe-nrs Tafel dem Mcnes 6r, in Syneelli aber demMestrgim nur z; Jahre beigeleget werden.

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