Band 
Erster Theil.
Seite
514
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m Hauptst. Geschichte Egyptens bis zu den Zeiten AleMders des Grossen.

im Gebrauch, um die Erntezeit dahin zu kommen, sein Getreide einzusamlen, auch seine Sol-daten zu bezalen und zu üben, damit sie jederzeit in Bereitschaft stehen und brauchbar, jaein beständiges Schrecken seyn möchten, vor jederman, der einen Einfal wagen wollen.Salaris starb, und hatte fünf Nachfolger«), die sowol als ihr Vorfar ihr äusserstes tha-ten, das ganze Volk der eingebvrnen Egypter auszurotten. Diese Leute hiessen Hycsos- oder Hirrenkönige (^); indem Hyc in der heiligen Sprache einen Röntg, und Sos in der

gemeinen Sprache einen Hirten oder Schäfer bedeutete, aus welchen beiden Wörtern daszusammengesetzte Hycsos entstanden. Einige behaupten, daß bis Volk Araber gewesen.Sie hatten Egypren 5 n Jahre inne. Das ists alles, was wir von ächter Nachricht von demEinfal der Hirten haben. Ihre Vertreibung wird unten vorkommen

§. 627.

Busln'sder Nunmehr» wenden wir uns wieder zu dem Herodotus und Diodorus, und daerste und an- dieser letzte verschiedene Fürsten zwischen dein Menes und N7yris anfüret, so wollen wird*"» hör-en, was er von ihnen vorbringet.

Bttsiris wurde nach einiger Zeit König, und es folgten ihm acht Fürsten vonseinen Nachkommen; der letzte unter ihnen hies ebenfals Bufrris, und erbauete die StadtTheben, die er zur Hauptstadt des Königreichs machte

§. 6 - 8 .

SsrliMryas. Zunächst erscheint Dssmandyas zD). Wem er gefolget, und wenn er zur Re-gierung gekommen, ist ungewiö. Da die Bactrier sich wieder ihn empörten, sol er sie mit

einem

l) S.obcn Hauptst.Abschn. z §, ;94. 2P. losepk. contra ^picm. 1.1. p, ISZZ. I. l.p 42.

(B) Wir wollen alhier die Meinungen der oben an-gefürton Zeitrechnunqsverständigcn von der Zeit die-ses Einfals der Hirten in Eg^Pten blos abschreiben.Herr Joh. Marsham setzt ihni57Zabrevvr demAusgang der Kinder Iscael Perizonlnsmacht eine sehr umständliche Vcrgleichung zwischender Nachricht des Manctho von den -Hirten, unddem, was von dem schlechten Zustande der Israeli-tin, der Macht lind Würde Josephs, und den Wun-derwerke» Moses, so das Land fast gänzlich zerstöret,berichtet wird; und behauptet zum Beschlus, daß die-Hirten, die so häslich vorgestellet ^werden, die Israeluen selbst gewesen (6). Herr IstNcwrongie-dct die Hirrcn vor dicckanaani'rccaus, die vor demJostua gestehen und nach Afrira gezogen, auf ihrerFlucht aber sich des Königreichs Unteregypren be-mächtiget, unter der Reaiernng des Timäns, deneben dieser Schriftsteller Thamns oderThammu»Nenner (7) Greaves stclt zwischen den Geschichtender Hirrcn und der Isiaelitrn eine Bergleichnngan, die eben so natürlich und scheinbar herauskämt,«ls des Perizonius seine, wil aber aus keine Weisezugeben, daß dieselben einerley gewesen (8).

B)Die Hirtenkönige in Egypten sind hierganz richtig in die ersten und dunkelsten Zeiten des

Altertums gesetzt worden. Was dabey zu bemerkenseyn möchte, sonderlich in Absicht des Misbrauchs-und der Verdrehung dieser Begebenheiten zum Nach-theil der Geschichte Mosis pom Thon,. Morgan,wird im Anhange in einer besondern Abhandlungund Prüfung der verschiedenen Meinungenvon dem Reich) der Nachkommen Abrahamsin Egyptcn, füglicher vorkommen-(C) Herr Joh. Marsham und Herr Ist New-ton stehen in den Gedanken, daß kein solcher Königjemals regieret habe, und daß alles, was von seinerGrausamkeit gemeldet werde, lauter Fabelwerksey (9). Pcrssov.ius im Geaeurheil vermeinet, daßes zwar dergleichen König in Egfpten gegeben, der-selbe aber doch nicht so alt gewesen, als Diodorusvorgiebt; wobey er diesen Geschichtschreiber einergar zu grossen Gefälligkeit gegen die cgyptrstbkEitelkeit beschuldiget (l v).

l Dd Wenn wir dem Hrn. Joh. Marsham fol-gen, so müssen wir den Ost mandvas Amenopbisund Memnon, ingleichen ImanSes, IstmandeSund Gsimandes nennen; welcher Name, seinerMeimmanach, vieleicktvondem Ostris, jenerabervon de- Isis berkomt. Sein vornemster Bestätl-gungsgründ dieser Meinung scheint darin zu beste*

hen,

(x) S. carion. cdtun. I>c. (6) orlx. I.c (7^ 8>r//',Vcrvro»cl>rcnoIox)

cic. (8) Uelcripk, oktke kj-romidrp. ri. ar, (9) vdi iupk!>. zio)

vpi kupta.