Band 
Erster Theil.
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;20 m.Haupst. Geschichte Cgyptens bis zu den Zeiten Alexanders des. Grossen.

halten wird. Er ist als mächtig zu Lande und zur See, weise, gerecht, groemütig, tapfer,

präch-

sey(r). Josephus saget auch ausdrücklich, er seywieder in sein eignes Land zurückgekeret.

4°) War Marshams Meinung von der Dauerder Monarchie des Sesöstris betrift, daß sie nem-lich bis auf die Zeiten der Könige von Java, Ama-;ia und Usia, und bis aus den Anfang der ersten Olympiade gewäret habe: so erhellet aus der Schrift,daß die Könige von Irrda nach dem Rehabeamkeiner fremden Herschast unterworfen gewesen, odereinigen Tribut gezalet haben, bis die Assyrer sieüberwältiget: daß also, wenn Sesöstris und Sisac,wie Marsham behauptet, eine Person sind, es sichnicht findet, daß die egyptische Monarchie von ei-niger Dauer gewesen; mithin derselbe auch in die-sem Stücke unrecht habe. Bis hieher haben wirdas hauptsächlichste beigebracht, was Perizoniu«wieder den Marsham vorbringt. Nunmehro wol-len wir seine eigene Meinung einrücken, von derZeit, in weicher diese Eroberer gelebet.

Hiervon redet er nun mit grosser Ungewisheit undBehutsamkeit; indessen wollen wir dem Leser kürz-lich einen algemeinen Begrif ertheilen von der Art,wie er diesen, seiner Meinung nach, dunklen Zeitbe-grif untersuchet. Er fängt also an: -Herodotu»versichert, daß der König Märia noch nicht völligneunhundert Jahre todt gewesen, da er sich in E-gypre» befunden. Nun giebt eben dieser Geschicht-schreiber den Sesöstris vor des Möris unmittel-baren Nachfolger aus, und saget überdis, daß erohngefär achthundert Jahr nach dem trojanischenKriege geschrieben, ingleichen, daß -Hercules, derAlemena Sohn, etwa neunhundert Jahre vor sei-ner Zeit gelebet habe. Dieser Zeitrechnung nach hatSesöstris ohngefär hundert Jahre vor dem troja-nischen Kriege, mit dem gedachten -Hercules aberentweder zugleich oder doch kurz nach ihm gelebet.Das ist der Schlus, der aus dieser Rechnung folget;er mus aber in der That älter gewesen seyn, wenner anders mit dem Aegyptus einerley ist, dessenBruder Danaus der sechste vor dem perseus, die-ser aber der Aeltervater des Hercules gewesen.Und daraus murmasset er, daß des Sesöstris Re-gierung in die Zeiten der Richter zu sehen sey. Nacheiner sehr laugen Untersuchung dieses Umstandes färeter fort: Allein man könte einwenden, daß in der hei-ligen Schrift nicht da« geringstevon dem Sesösirisund seinen Thaten gemeldet werde. Hierauf ant-wortet er: die Isracliten seyn zu der Zeit, da Seso-frris nach Palästina gekommen, den verschiedenenVölkern, die das Land bewonten, unterworfen gewe-sen ; denn daß Palästina bey des Scsostris EinfalMit gelitten habe. erhellet deutlich aus dem -Hero-dotus, der daselbst dergleichen schimpfliche Seulengesehen hat, als erin den Ländern aufzurichten pfleg-te, wo er keinen Wiederstand gefunden. Weil aber

die Israelitin bey diesem Unglück nicht die Haupt«Personen gewesen, so mögen sie gedacht haben, daßes sie nicht hauptsächlich angehe, sondern nur zufäl-liger Weise mit ihren Herren zugleich betreffe, unddaher davon nichts ausgezeichnet, sondern geglaubethaben, daß dieser Umstand ein unmittelbarer Theil ih-rer eigenen Geschichte sey. Hierzu kömt noch, daßSesöstris sich daselbst nicht lange kan aufgehaltenhaben, indem sie sich ihm freiwillig unterworfen,und er keine geringere Eroberung als aller morgentän-dischen Theile der Welt, wo nicht gar der ganzen be<wvnten Erde, im Gemüt gehabt, so Beschleunigungerforderte. Daher nimr er denn Gelegenheit, mit desJostinus Worten zu sagen, daß Sesöstris, ob ersich gleich seiner Eroberungen gerümet, sich doch derBeherschung derselben enthalten, und keine Verän-derung in der Regierung irgend eines Landes vorne-nommen habe. Endlich nimt er auch an, daß Sest-stris zu der Zeit nach Palästina könne gekommenseyn, da Israel unter den Moabitern gestanden,und gestehet, daß nichts daran liege, ob Danaus desSesöstris Bruder gewesen sey oder nicht; vermeintauch, dasjenige, was Manecho von dieser Sachtbeibringet, sey den Griechen zu gefalle« also einge-richtet, und schliesset mit einem WvHH er habe desHerrn Johan Marshams Meinung über einenHaufen geworfen, indem er erwiesen, baß Menesnicht Ham oder Miirarm, Sesöstris aber nichtSisac sey (2).

Wir wollen nun ferner Perrons Meinung ga»jkurz vorstellig machen. Er behauptet, daß Set-o-si« und Sesöstris eine und eben dieselbe Person,auch des Danaus Bruder Aegyptu« gewesen; in-gleichen dieser Fürst sey von dem Sesonchis weit ent-fernt, den er mit dem Sisac vor einerley hält, »noweder Gesönchoris noch Sesönchosts sei,n der Se-söstris, sondern von demselben sowol als von einan-der selbst verschieden gewesen. Wir werden uns inseine Gründe nicht einlassen, sondern wenden uns z»einem andern gelertcn Man, der in keinem einig«»Stücke mit demjenigen einig ist, was den bisher an'gefürten drey bcrümten Zeitrechmmgsverständigc»

in den Sin gckommen (z). ,

Wir meinen den Herrn Whists». Weil derMdiese ganz sonderbare Meinung heget, daß dieser K"nig eben der Pharaos) sey, der in dem rotenumkommen, und der Typhon in der fabelhm",Göttergeschichte: so wollen wir seine eigne stboranfüren Zuvörderst seht er folgenden Satzau«: Hermesse« Mi-Anioun, oder Ramcssc« ^ ,Grosse, des Sesöstris Grosvarer, war 0Zeit, da Moses geboren wurde, Ränig über Uteregypken; sein Sohn Amenophi« Ul.nach ihm, da Moses noch jung war, RoN v>und Sethos, oder Sethosis, oder Sesostns^

r Tbron. I 2 , y. (2) Siehe vbi fuxr». (s) S. ,m>quirsa«s r«nk rsrobiic.