z Abschnitt Die Regierung der Könige von Egypten. Z2l
prächtig, zugleich aber auch über die Massen hochmütig vorgestellet worden. Beides die
Grie-
Droge, Amenophis des dritten Sohn, regiertedie ganze übrige Zeit der Dienstbarkeit derRinder Israel in Egypten hindurch, und wareben der Pharavh, der indem roten Meer um-kam. Sodann bringet er dreizehen Gründe zumBeweise dieses Satzes bey ; wir übergehen dieselbenaber bis auf den zehnten, der also lautet: "Moses.»Erhaltung und Erziehung von der Tochter Pha--,,raoh(4) kowt mit demjenigen sehr überein, was,.ihr Bruder, Amenophis III, um die Zeit, oder kurz,.nach der Geburt Mofts that, da er nemlich 1700»Knaben (5), oder alle Kinder mänlichen Geschlech-tes, die mit dem Gesostris an einem Tage in E-,-gypten geboren waren, zusammenkommen und»nebst diesem seinem Sohne erziehen lassen ; alswel-,,ches gar wol zur Nachfolge der Thermmr's, der«Tochter des Pharaoh, der sonst -Harmesses Mi-„Amoun oder Ramesses ver grosse geheissen,»mag geschehen seyn, da sie den Moses au« dem»Flu« ausgenommen, und als ihren Sohn auferzo-,,gm(6). Alwo beiläufig zu bemerken, daß wenn»diese Thermrttis nur so scharfsinnig und gelehrt»gewesen, als ihres Bruders Sohns, des Gesostris»Tochter, Athyrtes, von dem Diodorus beschrieben»wird (7), wir uns darüber nicht wundern dürfen,„was der heilige Stephanus meldet, Moses sey»gelehrer worden in aller Weisheit der Egy-»prer, und mächtig gewesen in Werken und„Worten, selbst ehe er noch von GOtt einige be-sondere Volmacht erhalten, sein Volk aus Egy--.Pten zu erlösen. Ja gewis, diese letzten Worte, da»es von Moses heissek, er sey so zeitig in Werken»und Worten mächtig gewesen, scheinen die Nach--.richten zu bestätigen, so wir bey dem Heiden Ac---tapanus und dem Jude» Josephns lesen, von»des Moses weisem und tapferem Betragen in sei-ner Jugend, unter dem Könige von Egypten, wie-->der die Ethiopiee, welche zu der Zeit einen Ver-buch gethan, gedachtes Land zu erobern. Welcher"glückliche Feldzug dieser Egypter, unter der An-»sürung Most«, warscheinlicher Weise den König»Gesostris aufgemuntert haben mag, die übrigen"grosse,, Feldzüge zu unternemen, wodurch dieegy---ptische Monarchie entstanden, und sein« Herschaft»fast über die ganze damals bckante Welt ausge-"vreitet worden. Es ist auch gar nicht ungereimt,»anzunemen, daß der ethiopisckoe Krieg, den Se-«Mris bekanter müssen zu Wasser und zu Lande ge--mret, von ihm in seiner Jugend unternommen"worden, und eben derselbige elhiopisthe Krieg ge>"Wesen sey, der, nach des Arrapanus und Jost-"pbus Bericht, vorn Moses unter dem Könige von
"Ägypten gefüret ist.,,
.Dez H«rrn whistons eilster Beweisgrund lau-"r also : „Es sind unleugbare Spuret» davon vvr-
A.W.H. l Ä)eil.
„Handen, daß dieser Gesostris in oder bey dem rs-„ten Meer umgekommen sey, so dem Pharaoh„bey dem Ausgange aus Egypten begegnet.»Diodorus versichert uns, Gesostris sey zuletzt»blind geworden, habe seinen Tod vorschlich veran-lasset, und sey von den egyptiscken Priestern und»Volke dieses seines grosmütigen Todes halber mit„Recht bewundert worden. Was es aber vor eine»Art des vorschlichen und grosmütigen Todes gewe-„sen sey, scheinen ihm die egyptische Priester nicht be-lichtet zu haben. Erweget man nun bey diesen Um-bänden , daß des Gesostris rechter oder egyptr-„scher Name Seth-os oder Seth-osis gewesen,»und daß es einen alten berümten egyptisihen Kö-„nig gegeben, der zwar bey den Griechen den er-dichteten Namen Typho» der Stolze, in der„That aber keinen andern als den -zyprischen..Namen Geth gefuret hat, wie Plmarch selbst,»der grosse Meister in der alten «zyprischen Ge-»lersamkeit, an inehr als einem Orte versichert;»ferner, daß Typhons eigne Stadt, pelnsinm.in.„sondcrhert dieses Gesostris Stadt gewesen ist, wo-,,hin er bey der Rückkunft von seinem berümten„morgenländischen Feldzuge zuerst gekommen, und»woselbst ihm, nebst seiner Gemalin, eine Art einer»wunderthätiqen Errettung von den mörderischen„Anschlägen seines Bruders Armais wiederfaren,»weiche auch von den Egypter» nach seinem Na-„men Seth-ron. und die dazu gehörige Landschaft„der sethroitische Nomos genant worden : so„werden wir dasjenige entdecken, was die Egypter„dem Diodoru» nicht geradezu als eine klare hi-„storische Begebenheit offenbaren konten oder wol-,,ten, und dadurch die eigentliche Beschaffenheit fti-,.nes Todes vor den Fremden verborgen gehalten ;„obgleich einige von diesen Egyptern das Anden-ken davon unter einer andern Gestalt aufbehalten„haben, daß dieser Geth, oder Geth-os, Geth-„osis oder Typho, eben dasselbe Ende genommen»habe, als der egyptische pharaoh, und in oder»bey eben dem roten Meer ersoffen sey. Denn„qleichwie man überhaupt, wenigstens an einigen„Orten von Egypten. das Andenken von Gssri»,„als dem gewönlicken Namen eines beliebten und»ermordeten König« von Egypten, aufbehalten»eben wie Isis der übliche Name einer solchen Kö-„nigin oder Gemalin eines dergleichen Könige«»Typho aber die gebräuchliche Benennung eines..solchen Mörders gewesen: so ist dergleichen m dem„gegenwärtigen Falle geschehen. Gsyris scheinet„ein beliebter König gewesen zu seyn, den Gesostris„erschlagen, vieleicht sein eigner Bruder Ramesses;»er selbst aber scheinet daher den verhaften Namen»k^ypvv bekommen zu haben, den ihm des andern„Unterthanen beigelegt. Und gewis, dieser Name
»Typho
(4) 2 Mos. r. (5) /tt-i-'cisvr I. c. p, Z 5 ). (ü) LMos. r, 10. (?) S7c. 1 .1. I. c. g. Zsq.