Band 
Erster Theil.
Seite
522
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Z22 m Hauptst. Geschichte Egyptens bis zu den Zeiten Alexanders des Grossen.

Grieche»; und Egyprer, die seine Thaten

„Typhs, öder der Arche, ist niemanden fäglichek„beigeleget worden, als diesem Sesostris, der nach„seinen Eroberungen zuweilen die Pferde von seinem„Wagen abzuspannen, hingegen eine gewisse Anzal„gefangener Könige anzuschirren, und sich von ihnen,,.an stat der erster«, zur Pracht ziehen zu lassen pfleg-,.te. Was nun den Tod dieses Typho bettift, so..sind die -zyprischen Nachrichten ganz klar und„deutlich, daß er vorn Donner aeruret sey, und„sein Blut vergossen habezuHecoopolis, einer„Stadt, die nahe bey der Stelle gelegen, wo die„Kinder Israel ins rote Meer gegangen, und„welche, meines Trachtens, eben dieselbe ist, so Mo-„ses mit ihrem ältern Namen Baalzephon neu-„net; ingleichen, daß eben diese Stadt Blut, oder„die blutige Stadt genant worden, weil Typho„daselbst sein Blut vergossen habe, und daß er„unter dem Wasser des Sees Sirbon versunken„liege, der nicht weit von dem roten Meer ent-fernet ist, und von welchem man vor Alters geglau-„bet, daß er damit durch einen unterirdischen Gang„zusammenhange. Mich dünket auch, die Stadt,„selbst habe ihren neuern Namen, Heroopolis oder..-Heldenstadt, aus eben dieser Ursache bekommen,„weil der mächtigste egyptische König, und seine„mächtige Heerfürer,nebst ihrem ganzen Kriegsherr,„diese grosse Helden, unweit davon Marteren ge-„wesen vor die egyptischen Götzen, Abgötterey„und Tyranney, bey dem Wiederstande gegen den„GOtt Israels und sein Volk; ich finde auch keine„andere Ursach dieser Benennung in den Geschichten.«Und es ist sehr merkwürdig, wie genau dis alles„mit der andern bereits angefürten deutlichern cgy-„ptischen Nachricht übercintreffe, daß des Seso-„stris Tod verletzlich und grosmütig, und in der„That so beschaffen gewesen, daß er von den Prie-„stern und dem Volk in Egypren imgemein gerü-„met worden. Und es läst sich schwerlich sagen,„was Paulinus beim Ausömus meine, wenn er„bey besonderer Meldung zweier der berümtesten Kö-„nigevon Egypten, des Necepsos und Sesostris,„von dem lehkern saget: n -----

„--rr-re ->/?.-/, oder daß derselbe, da er ein

„so grosser Rönig gewesen, endlich ohne Na-hmen gewesen ; wo er nicht auf einen so schmäli-„chen Tod damit zielet, als wir hier beschrieben ha-„ben. Ja der Donnerkeil, oder das Donnerwet-,-ter uns Blitzen, wovon in diesem Bericht von„Typhons Untergänge Meldung geschiehet, ist auch„nichts ander«, als dasjenige, wovon wir noch in„unsern heutigen Abschriften der Bücher Moses,„bey Beschreibung des Unterganges Pharaoh, eini-„ge Svuren finden: woselbst wir lesen, daß Gott au»„der Feuerseule undwolke gesehen,und derEgy-„pter-Heer in solcheVerwirrung gesetzt,daß ihre

in gebundener oder ungebundener Rede ver-zeichnet

„Wagenräder abgefallen und ste heftig gcstär-,.;et, und die Egyprer sich entschlossen, vor dem„Angesichre Israel;» fliehen, weil sie nuninne„worden, daß GDtt selbst f»r sie wieder die E-„gypter streite. weil das Wasser durch da»„Schnauben seiner Nase gesamlet worden;„deutlicher aber vorn Josephus und Artapanu«„in der Geschichte selbst verzeichnet; auch bey dem„Psalmenschreiber gemeldet worden, wenn er diese„höchst wundervolle Errettung und Gericht besinget,„als welcher berichtet, daß nicht nur die Wolken zu„der Zeit Wasser ansgegossen, sondern auch da»„Firmament einen Schal gegeben, und GGttcs„Pfeile daher gefaren; daß die Stimme seines„Donners im Himmel gewesen, daß die Blitzen„die Welt erleuchtet, und die Erde gezittert und„gebeber habe: so mit der Erzalung der Heiden uub„Typhons Untergänge genau übereinkamt.,, Kurz,eben dieser Schriftsteller hält davor, daß dadurchdie Frage, was aus der berümren egyptische»Monarchie nach Sesostris Tode geworden ?gar leicht beantwortet werden könne: Daß er undsein zalreicheS Heer in dem roten Meer geblieben,welches nebst dem Verlust von 600000. Knechte!',wie denn die Hebräer in Egypten nicht besser ge-achtet worden, nach seinem Ermessen der egypti-sehen Macht notwendig einen grossen Stoü geben,und ihre neu erlangte Monarchie natürlicher Weisezerstören müssen. Mit einem Wort. er vermeinet»daß der plötzliche Untergang dieser grossen Monarchie,bey dem Tode ihres Stifters Sesostris, beinahe einvölliger Beweis sey, daß er eben derselbe Pharaobgewesen, der mit seinem ganzen Heer in dem rote»Meer umkommen, und kein anderer seyn könne (8)-,Der grosse Herr Ifirac Newton ist der Mei-nung, daß Sesostris der Essiris der Egyprer, derBacchus der Griechen, und der Sesae oderShishak in der Schrift sey. Dieses zu erweisenbedienet er sich folgender Gründe:

,.i. Bacchus Oer Eroberer liebte zwey Weiber,„Denn» und Ariadne ; mit der letzten zeugete er„Söhne, die Argonauten gewesen: folglich hat der„grosse Bacchus nur ein Geschlecht vor dem Z»°->ge der Argonauten gelobet. Dieser Bacchus„war mächtig zur See (9), eroberte das Morgenland„bis Indien, kam im Triumph zurück, fürete sein„Kriegsheer über den Hellespont, eroberte Thks-„cien, hinterstes daselbst die Musik, das Tanzes„und die Dichtkunst, brachte den König von TbeU-„eien Lycucgua, nebst des Tadmus Enkel Pe»-„thcus, um, und gab dem Tharops des LycUk',.g«s Reich, dem Geagrus aber, Tharops Sehnft„eine von seinen Geigenspielerinnen, so bey den Gr>e-„chen Lalliope geheißen, von welchem Geagruy„und derLalliopeOrpheus gezeuget worden,der mn

( 8 ) Viö, MiM'r syyeruüx. (9) Vi-I. »x. ätkeateirm >. r.