Z24- III. HauM.Geschichte Egyptens bis zudenZeiten Alexander des Grossen.
schiedener seyn können, als unsre heutige Zer'trechnungsverständige und Geschichtschreiber
sind,
„auf die Marchesia, die erschlagen worden, Grr>„rhya, ihre Tochter, auf diese aber penthcsilea in„der Regierung gefolget; daß endlich Thcseus der„Grithya Schwester, Antiope, gefangen »nd ge-,,heiratet. -Hercules bekriegt die Amazonen,„und unter der Regierung der Grithya und pen-„thcsilea kamen sie zum trojanischen Kriege. Da-„her die ersten Kriege der Amazonen in Europa„und Asien, und ihre Niederlassung an dem Ther-„movon nur ein Geschlecht älter gewesen, als diese„Thaten des -Hercules und Theseus, nur zwey Ge-schlechte aber als der trojanische Krieg ; fasten„also in die Zeit des Fcldzuges Sesostris. Da sie„nun zu den Zeiten der Isis und ihres Sohnes G-„rus Krieg gefüret, und einen Theil des KriegS-„heers unter dem Bacchus oder Gsiris ausgemacht„haben: so giebt uns dieses einen neuen Beweisgrund,„daß Gsiris und Bacchus von einerley Zeit mit dem„Sesostris gewesen, ja alle drey einerley, und eben„derselbe König mit dem Sesac.
„4. Die Griechen halten den Gsiris und Bac-„chus für Söhne Jupiters, und Jupiters egy-„prisckerName ist Ammon. Manetho (18h be-„nennet in seiner eilfcen und zwölften Dynastie, so„wie ihn Africanns und Eusebius angesüret ha-„brn, diese vier Könige, die nach einander regieret„haben sollen, Ammenemes, Gesongests oder Se-„sonchoris, des Ammenemes Sohn, Ammene-„mes, der von seinen Verschnittenen erschlagen wor-„den, und Sesostris, der ganz Asien und ein Stück„von Europa bezwungen. Gesongests und Se-„soncboris sind verdorbener Weise für Sesoncko-„sis geschrieben, und die beyden ersten von diesen„vier Königen,Ammenemes und Sesonchosis.sind„mit den beiden letzten,Ammenemes undSesostris,„das ist, mit Ammon und Sesac einerley ; denn„Diovorus spricht, Gsiris habe seinem Vater Iu-„piter, der in Theben regiert, einen Tempel in der-selben Stadt erbauet (19): undThymästus, der„mit dem Orpheus zugleich gelebt hat, schreibt„ausdrücklich, des Bacchus Vater sey Ammon„gewesen, ein König, der ein Stück von Libyen be-„herschet; da ist ein König von Egypten, der den„Theil von Libyen beherschet, so vor Alters Am-„monia geheißen :
>>«-v° (20). Ganz Libyen ward Ammonra
..genant, vom Ammon, dem Könige in Egypten,„von welchem Theben tllo Ammon und Ammon-,,lhlo Ammons-stadt, und bey den Grieche Dios»„polis, Jupitersstadt genant worden. Hier schei-net nun unser Verfasser abermals zu erweisen,„daß Sesostris und Gsiris einerley Person sind.
Dasjenige noch weiter zu bestätigen, was indein vorhergehenden Absah beigebracht worden, sohat Sesostris, da er wieder nach Hause gekom-
(,8) Siebe oben Hauplst.;. Mschn. z. §, sqg.sro) in tz2>) 2 LhrSN.
men, Egypten unter den Egyptern nach demMasse ausgetheilet: welches den ersten Ursprungdes Feldmessens und der Meskunst verursachet.Und Iamblichus leitet diese Eintheilung Egs-ptens und den Anfang der Meskunst von der Zeitder Götter in Egypten her. Weil ferner Seso'stris oder Sesac Canale aus dem Nil gezogen,um ihn desto nützlicher zu machen, und dadurch ei-ne algemeinere Vertheilung seines Wassers veran-staltet : so stehet dieser Zeitrechnnngsverständige inden Gedanken, daß gedachter Flus ihm gewidmet,und nach desselben Namen Aegyptus Giri«,lus genant worden ; wobey er aus dem Plurarclibemerket, daß'Hle Sylbe G, so die Griechen vordas Wort Siris gesetzt, dasselbe den Egyptern fastganz unverständlich gemacht habe.
6. Er glaubt, es sey unleugbar, „baß Sesostris„Sisac oder Sesac gewesen, weil die ersten Länder,„so dieser König erobert haben sol, Troglodytica,„Libyen und Ethiopi'engewesen; Sesostris (.Se-„sac) aber in dem ersten Jahre der Regierung Re-„habeams mit einem grossen Heer von Libyern,„Troglovicen und Ethiopern aus Egypten ge-kommen, den Tempel beraubet, und das jüdische„Land sich botmäßig gemacht, und darauf seine Ero-„berungen weiter fortgesetzt, anfänglich gegen Mor-„gen bis Indien, hernach aber gegen Abend bis in„Thrakien ; denn GOtt hatte ihm die Rönig-„reiche der Lander gegeben (21).
7. Doch ist kein einiger Grund, woraufsich diesergrosse Zeitrechnnngsverständige mehr steifet, seineMeinung von dem Sesostris zu erweisen, als derfolgende : „Nachdem Solo» nach Egypten gerei-„set, und sich mit den Priestern zn Sais von ihren„Altertümern besprochen, verfasse er die erhaltene„Nachrichten in ein Gedicht, welches jedoch nickst„zu Ende gebracht (22). Dieses Gedicht geriet„nun dem Plato in die Hände, welcher daraus an»„füret, daß an dem Ausffus der Meerenge bey des„-Hercules Seulen eine Insel, Namens Atlantis,„gewesen, deren Eimvoner neuntausend Jahre vor„Solons Zeiten über Libyen bis an Egypten, und„über Europa bis an das tyrrhenisthe Meerge-„herschet; welche ganz vereinigte Macht EgypccS„und Griechenland, und alle Länder, so bissest bet„Seulen des -Hercules gelegen, überfallen : der siw„die Alhenicnscr, nebst andern Griechen, wiederseht„und Einhalt gethan, wodurch denn die übrigen noch„nicht bezwungene Völker errettet worden. Er„meldet ferner, daß zu derselben Zeit die Götter,„nachdem sie ihre Eroberungen volbracht, den ga»'„zen Erdboden unter sich gctheilet, theils in gröl-„sere, theils in kleinere Theile, und Tempel nebst„heiligen Gebräuchen vor sich eingefüret; bey weis
(>9°) Siehe oben Hauvtst. z- Mschn. 4. Z. 6 > 7 -
12, 2. z-g. (22) IN ^imeeo er 0 >ri,>.