Band 
Erster Theil.
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z Abschnit. Die Regierungen der Könige in Egypten. Z2Z

sind, bey Bestimmung der Zeit seiner Regierung und Vorstellung seiner Begebenheiten.Wir wollen indessen die bestmöglichste Nachricht von seiner Regierung zusammen tra-gen ('bS'

--cher Gelegenheit dem Neptun die Insel Atlantis--Zugefallen wäre, der seinen ältesten Sehn Atlas»zum Könige über die ganze Insel gemacht, von»welcher ein Stück Gaoir geheissen: ingleichen,»daß in den Geschickten gedachter Rriege Mel-»düng geschehe vom Cecrops, Erechtheus, Erich-»thonius, und andern vordem Theeus, wie»auch von den Weibern, so mit den Männern»Krieg gefürer, ingleichen vor der Kleidung»und Leibsgesialt der Minerva; indem die--«riegsgeschäfle in denselben Feilen Männern»Und Weibern gemein gewesen. Aus allen»diesen Umstanden ist offenbar , daß diese Götter--die D/r oder greifen

»Gotheiten der Hauptvölker gewesen, und zwi'chen>>des Lecrops und Theseus Zeiten gelebct haben;»und daß hier die Kriege, welche Sesosiris, nebst»seinem Bruder Neptun , zu Wasser und Lande»wieder die Völker gefürct, der Wiederstand, den er«in Griechenland gefunden, und des Neptuns«erfolgtet Einbruch in Egypten alhier besä rieben«werden ; ingleichen wie des Sesosiris Heerfürer»die eroberten Länder unter sich gctheilet, gleichwie--Alexanders des Grossen seine lange hernach--mit den von ihm bezwungenen Ländern gethan ;»und wie sie Tempel und Priester nebst heiligen"gebrauchen vor sich eingefüret, und dadurch die--Völker vermocht, sie nach ihrem Tode als Götter»zu verehren ; und endlich, daß die Insel Gadir-oder Gades, nebst ganz Libyen, demjenigen zuge-fallen , der nach seinem Tode unter dem Namen»Neptun vergöttert worden. Solon setzet dem'»nach dje Zeit, da diese Begebenheiten vorgegan-gen, jn das Leben Neptuns, des Atlas Vaters;»denn -Homer berichtet uns, Ulysses habe des At-'»a» Tochter, Lalypsö, gleich nach dem trojanischen''Kriege auf der Insel Ggygis, vieleicht Gadir,"^getroffen; mithin ist solches alles nur zwey Ge-»Wechfe vor dem trojanischen Kriege vorgefallen,'--vas ist eben der Neptun, der nebst dem Apollo»oder Grus unter der Regierung des Laomedon,"der des priamus Vater gewesen, Troja mit ei-ger Mauer befestiget, und viele natürliche Kinder»W Griechenland hinterlassen, wovon etliche Ar,''3o„auten gewesen, die übrigen aber mit den Ar-gonauten zu gleicher Zeit gclebet haben ; mithinbat er nur ein Geschlecht vor dem Zuge der Argo->nauten gelebt, folglich auch ohngefär vierhundert'-lahr vor der Reise Solon» nach Egypten."Allein,die Priester in Egypten hatten die Geschich-, ^ "nd Altertümer ihrer Götter in den vierhunderten so „«gemein vergrößert, daß sie biesel-" ueuntansend Jahr älter gemacht als Solon,^ Insel Atlantis aber grösser als ganz Africa

§. 6ZZ.

,.und Asien zusammen genommen, und mit Volk er-„fuliet. Weil nun diese grosse Insel zu Solon«„Zeiten nirgends zu finden war, so gaben sie vor,.-sie wäre mit allen ihren Einwonern ins Meer„versunken. .So groS ist die Eitelkeit der egypti-,-sehen Priester gewesen, in Vergrößerung ihrer„Altertümer.., Und das waren denn die klärestenund deutlichsten Beweisgründe, die wir bey demHrn. Is Newton von dem Sesosiris finden.

(z<55>. B.) So scheinbar als Newtons Meinungmanchem vorkommen mag, so höchst unwarscheinlichist sie bey genauerer Prüfung. Die Gründe, wor-auf sie beruhet, bestehen theils in fabelhaften Nach-richten der Göttergeschichte des, sonderlich griechi-schen, Altertums, theils in einiger Acnlicbkcit undUebereinstimmung von Umständen und Begeben.Heiken in den Nachrichten Gsiris, Sesosiris undGestrk's. Wovon doch beide Arten sehr unerheblichsind. Die Göttergeschichte sind mit so vielen Erdich-tungen angefüllet, und enthalten so häufige Ver-wechselungen ganz verschiedener Leute und wie»dersprcchende Erzälungen, daß sie notwendig einensehr wiiküriichcn und unzuverläßigen Grund derZeitrechnung abgebe». Die zufällige Aenlichkeit derUmstände und Begebenheiten aber kan überhauptbey Leuten, deren Verschiedenheit von anderweiti-ger Unleugbarkeit ist, sehr gros seyn, in diesem zei-tigen Altertum aber aus der algemeinen, und sonder-lich bey den Egyptern üblichen Gewonhcit, ihrenKönigen Namen alter Helden und Götter beizu-legen, hcrrürcn, wenigstens sehr vermerkt wordenseyn; indem man nachher um solcher Uebereinstim-mung der Namen willen verschiedene, wo nicht alleThaten der neuern Könige eines Namens, dem er-sten Held, so denselben gefüret, beigeleget har, umdie außerordentliche Seltenheit desselben bewun-dernswürdiger zu machen; dergleichen mit dem G-siris wol, allem Ansehen nach, geschehen. Die grö-sten Schwierigkeiten derselben Meinung aber beste-hen in ihrem offenbaren Wicderspruch gegen alleNachritten, sowol der heiligen Schrift als aller ü-brigen Geschichtschreiber. Indem nicht nur Ma-nethons, sondern selbst -Herodon und Diodori Er-zälungen damit nimmermehr bestehen können, daßdieser Sesosiris der Erfinder des Ackerbaues, dergesitteten Lebensart, bürgerlichen Verfassung undgottesdienstlichen Einrichtung, gewesen seyn solle,der sogar durch Mercurium alle Wissenschaftenerst eingefüret, ingleichen den Gebrauch der Waffenund der Pferde im Kriege aufgebracht, wie auch dieAusbreitung und nützliche Ueberschwemmung desNils veranstaltet habe. Das solches alles aber gardem Gesac zugeschrieben werde, bestreitct offenbarUuu g alle