Band 
Erster Theil.
Seite
526
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526 in Hauptst. Geschichte Egyptens bis zu den Zeiten Alexanders des Grossen.

§. 6zz.

Seine mir- Sesostris sol, nach einiger Meinung, des Amenophis Sohn gewesen seyn. Demhung und er- aber sey wie ihm wolle, so saget man, der Gott Vulcan sey seinem Vater im Träumer«ste thaten, schienen, und habe ihm verkündiget, der Sohn, der ihm geboren worden oder geboren wer/

den solle, würde ein Herr der ganzen Erde werden. Durch dieses Gesicht aufgemuntert,habe er alle Knaben in Egypken, die an eben dem Tage mit seinem Sohne zur Welt ge«kommen, zusammengebracht, ihnen Ammen und andere WartSleute bestellet, ja sie in allenStücken als sein eigenes Kind erzogen; in der Meinung, daß diejenigen, so die beständigeund gleichgehalcene Gefärten seiner Kindheit und Jugend gewesen, auch einmal seine treue«ste Diener und ergebenste Mitsoldaten seyn würden. Sie wurden mit allen Bedürfnissenüberflüßig versehen, und wie sie heranwuchsen, algemach zu arbeitsamen und manlichen Ue/bungen angehalten; insonderheit lies man sie eher nichts gemessen, bis sie hundert und acht-zig Feldweges, oder an die zwey und zwanzig Meilen gelaufen waren. Durch diese Leibes/Übungen und eine erforderliche Bearbeitung des Verstandes, wurden sie geschickt, beides etwasanzuordnen, als auch auszurichten. Nachdem nun Amenophis so viele Kosten und Mü«he angewendet hatte, den Grund zu seines Sohnes künftiger Grösse zu legen, entschlos er sich,ihm und seinen Gefärten Gelegenheit zu verschaffen, die guten Wirkungen ihrer gehabtenAnfürung zu erweisen; sandte daher ihn und die übrigen nebst einem Kriegsheere nach Ä/rabien. Auf diesem Feldzuge überwand der junge Sefsstris alle Gesar von Schlangenund giftigen Thieren, alle Mangel und Beschwerlichkeiten einer dürren und unfruchtbaren Ge«gend, und bezwäng endlich die Araber, welche bis dahin niemals waren überwältiget wer/den. Darauf ertheilte ihm sein Vater Befel, gegen Abend zu ziehen. Da er denn dengrösten Theil von Africa eroberte ^), und seinen Lauf nicht eher beschlos, wie es scheinensollen, bis er das atlantische Meer erreicht °). Wärender Zeit dieses Feldzuges ging seinVater mit Tode ab. Da er nunmehro das Ruder selbst in Handen hatte, und durch denbisher gehabten glücklichen Erfolg mutig geworden: so trachtete er nach nichts geringers alsdem ganzen Erdboden; oder er zog die oben erwehnte Weissagung der Gotheit in Errve«gung, und machte Anstalten zu diesem Feldzuge. Einige melden, seine Tochter Athyrce,ein junges Frauenzimmer von grossem Verstands und Klugheit, habe ihn durch ihren Rathdazu gereizt, und das Vorhaben als eine leichte Sache vorgestellet. Andere hingegen be-richten, sie habe durch Weissagungen, durch Träume in den Tempeln, und Wunderzeichen inder Luft u. d. g. ^), von dem Glück ihres Vaters Versicherungen gehabt, so daß er, nachdieser Bericht, zu der Zeit eben so gar jung nicht mehr seyn können. Endlich wird noch vottgegeben, er sey vom Mercur dazu angefüret worden, der ihn zum Kriege zubereitet §).

§. 6 Z 4 '

1.1. p. qg. Klart-I. lO. v. r?. /) O,vb! lupra p. 49.

vsr. tükor. I. S.c, 4,

alle Glaubwürdigkeit der heiligen Schrift : indem wirb. Ausser den übrigen hier angefürten Mei^Enach derselben Bericht alle diese Erfindungen nicht gen hat Herr Vcv Vi'gnoles Gcalr'gcrs und st-nur vor Mosis, sondern Josephs Zeiten vorherge- fhers Mutmaßung, daß Gesofkris der Sesoncb^gangen seyn müssen, und sonderlich in den Geschick)« aus der rrsten D/nairie gewesen, bestätiget in de-ren Mosis und Salomons der berümten Rente- ckronol. cie l' Iiilluir: lsinte liv. 4 cli. ; §-,rey und Pferdehandels der Egppter, ingleichen der tom.r p. ri; 1 q. auch nickt ohne Grund behaupte«?

Wissenschaften und des Götzendienstes derselben daß mehrere eMprische Könige diesen Namen nim-

hänfige Meldung geschiehet. Wovon in dem ganzen sen gefüret haben , deren Begebenheiten man nEsten Abschnit des 4ten Buchs der llivine legstinn hex vermischet.p 5 kloLs des warburtons weitläufig gehandelt