;T8 III Hauptst. Geschichte Egyptens bis zu den Zeiten Alexanders des Grossen.
Manetho') zu glauben ist, der diesen Gesoftris unter dem Namen Gethofts meinet.Durch diese Seerüstung, und die grossen Dienste, so dieselbe ihm geleistet haben sol,möchte es scheinen, daß Gesoftris den Egyptern ihren Abscheu vor Seesachen -), we-nigstens auf eine Zeitlang, benommen, und die Ordnung der Seefarer unter ihnen angerich-trt, so wie er, der vorhergehenden Nachricht zufolge, die Ordnung der Kriegsleute eingefürt.Um aber diese Mutmaßung volständkg zu machen, wollen wir nur noch bemerken, daß dieWidmung des grossen und prächtigen Schiffes an den höchsten Gott der Thebaner §),die Absicht gehabt zu haben scheinet, die Schiffart in Egypten in Ansehen zu bringen.Mit der ersten von diesen Flotten segelte er aus dem arabischen Meerbusen in das roteoder indische Meer, und bemächtigte sich der Küsten desselben; nachdem er aber seinenLauf ferner fortgesetzt, bis er einiger, seichten und schwer zu befarenden Orte wegen nichtweiter kommen konte, kerete er wieder nach Egypren zurück *). Nach dem Bericht ei-nes andern Schriftstellers aber ging er nicht selbst zu Schiffe, sondern schickte seine Leuteaus, die Inseln und Seeörter auf dem festen Lande bis nach Indien anzugreifen -)>Mit seiner mittelländischen Flotte eroberte er Typern, die Seeküste von Phönicier? ^),und verschiedene von den cycladisihen Inseln«). Das ist alles, was wir von seinen Tha-ten zur See wissen.
§. 6z6.
Fortsetzung Was aber seine fernere Eroberungen zu Lande betrifk, so stimmet fast das ganze Wseiner erobe- tertum darin überein, daß er ganz Asien und ein Stück von Europa durchzogen und aus-kriege." geplündert habe. Er ging über den Ganges, an dessen Ufern er Pfeiler aufrichtete, und/daß wir des Dichters Ausdruck behalten, er that ein gleiches in den entferntesten Bergt»von Indien -°); ja man saget, er sey so weit fortgerückt, bis er der offenbaren See gege»Morgen wegen nicht weiter kommen können >). Von bannen kerete er um, und überfieldie Scythen und Thracier; allein die Nachrichten von seinem Kriege mit den erster»sind nicht alle übereinstimmig, ihm einen völligen Sieg über dieselben beizulegen. Hero-doms, Disdorus, Agachias-), u. a. m. melden, er sey sieghaft gewesen: andere hin-gegen berichten, er sey von den Scythen zurückgeschlagen worden, und vor ihnen geflohen,und habe auch gegen die Colchier den kürzern gezogen. Denn Justinus schreibt, da Ve-psres oder Gesoftris Gesandten vor sich hingeschicket, die Scythen zur Uebergabe aufzu-fordern, hätten sie die Boten mit Verachtung und Drohung zurück geschickt, und ihn her-ausgefodert, auch sogleich die Waffen ergriffen. Da aber Gesoftris erfaren, daß sie ihr»mit starken Tagereisen entgegen zögen, sey er schnel umgekeret und vor ihnen geflohen, hfbe auch den Verfolgern allen Tros und Kriegsgeräte Preis gegeben, die ihm nachgesetzt, bissie an die egyptisihen Grenzen gekommen ->). plinius berichtet, der König von Col-chis habe ihn überwunden §); und Valerius Llaccus giebt nicht undeutlich zu versteht»/er sey in diesen Gegenden mit grossem Verlust zurückgetrieben und in die Flucht geschlagn»worden «). Er mag nun aber in diesen Ländern glücklich oder unglücklich gewesen seyn, rist es doch eine gemeine Meinung, daß er eine Pflanzstadt in Colchis angeleget habe; ob-gleich Hervdoms, dem wir in dieser Sache vornemlich folgen, nicht bestimmet, ob erselbst gepflanzer habe, oder ob ein Theil seines Heeres, so des Kriegs müde gewesen, u»b
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«) »p. c.^pion. 1.1. p. ,041. x) Siehe oben §. 579 sq. S- oben eben daselfA
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