) Abschn. Die RegierunZen der Könige von Egypten. 529
im Nachzuge zurück geblieben, sich freiwillig in demselben Königreiche an den Ufern desFlusses phasts niedergelassen habe. Er schreibet aus eignem Augenschein, daß die Ein,woner unstreitig von den Egyprern herstammeten; wie aus der Aenlichkeit der Gestalt mitden Egyprern erhelle, die schwärzlich und von krausen Hären seyn ; noch mehr aber ausder Aenlichkeit ihrer Gewonheit, insonderheit der Beschneidung, und der Verwandschaftihrer Sprache mit der »Zyprischen. Ja, viele Geschlechte hernach zeigten sie noch in derHauptstadt von Tolchis, Aea, Karten von ihren Reisen und den Grenzen zu Wasser undLande, zum Gebrauch der Reisenden ^); daher die Erdbeschreibung entstanden sey. DieseVerwandschaft beider Völker wurde von beiden Theilen eingeräumet *).
§. 6z?.
Wir folgen dem Sesostris nunmehr» nach Thränen, der äussersten Grenze sei-j^hra^'mnes Zuges gegen Abend nach Europa. Hier geriet er in Gefar, sein Kriegsheer einzubüs-sen durch Mangel der Lebensmittel und Schwierigkeiten des Durchzuges; daher er alhierden wettern Fortgang unterbrach -k). Die warscheinlichere Meinung aber ist, daß seineRückker durch die Nachricht beschleuniget worden, so er von seines Bruders Empörungund Ungehorsam durch den Hohenpriester in Egypten erhalten e). Dem sey nun wieihm wolle, so sind in Europa disseit Thracien keine von seinen Pfeilern gesehen wor-den ü). Er hatte nemlich die Gewonheit, in jedem Lande, das er eroberte, Pfeiler mitder folgenden oder einer gleichlautenden Aufschrift zu errichten: Sejbstris, ein Röntg derRöntge, und Herr der Herren, hat dieses Land durch die Gewalt seiner LiVaffen unter seine Botmäßigkeit gebracht. Hatte sich ein Volk ihm niederträchtig un«terworfen, so lies er, ausser der Aufschrift, eine weibliche Scham, zum Zeichen ihres wcibi«schen und zaghaften Gemüts, daran hauen '); hatten sie sich hingegen tapfer gewehret, sobekamen ihre Pfeiler die Unterscheidungsglkeder des andern Geschlechts, zum Zeugnis ih-rer Tapferkeit *). Ausser diesen Pfeilern lies er auch Bildseulen, die ihn selbst vorstellten,hinter sich. Zwey davon, spricht Herodoms, sind noch vorhanden, eine auf dem Wegezwischen Ephesns und phocäa, die andre aber zwischen Gmyrna und Sarden. Siewaren nach erhiopischer und egyptischer Weise bewafnet, fünf Handbreit hoch, und hiebken in einer Hand einen kurzen SpieS, in der andern aber einen Bogen; über die Brustwar eine Linie von einer Schulter zur andern gezogen, worauf die Aufschrift zu lesen war:
Dieses Land habe ich vermittelst dieser meiner Schultern erlanget. Man hatdieselben aus Versehen vor Bilder Memnons gehalten **).
§. 6zz.
-) Nkoä. Xrxon-Uk. I. q. V. ,72. ,1 O/^«-/. I.». /) v-o-/. I. I. p. 5 l. at-r--"/>«
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Eine solche Aenlichkeit kan man so leicht ratier verweilen, der dieses weitläufiger ausgefü«bvischei, den EgVprern und verschiedenen andern ret hat in seiner achten äissert. liir le Voxsxe sie ksb-Völkern, als zwischen denen von Colchis finden; bi keniamin, kils äe lons äe'pustele 5qq.
oaher der Beweis nicht alzusicher ist, dnß dieses letz»
tere Volk um solcher Aenlichkeit willen von den L« (** H) Es waren diese« keine solche Bilder, dieLitern abstamme. Verschiedene Ursachen sind gerade aufgestellet waren, wie man beinahe aus der^rhanden, welche solche Mutmassung, wo nicht völ- Verfasser Vorstellung schliessen solle; sondern es"S wjcderlegen, doch wenigstens sehr zweifelhaftig waren nur gewisse Gedenksteine, die bey den Grie-^ache„. Der Kürze halber wollen wir sie nicht hie- chen hiessen, auf welche dergleichen Figuren ein-her sehen, wol aber unsern Leser auf das Wunder gegraben waren. Wenigstens sagt -Herovorus sol-der Gelersamkeit, nemlich den jungen I. P. Bar/ cheS an dem angezogenen Orte ganz deutlich: undA.W.H. iTYeil. Xrp ' E