Band 
Erster Theil.
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zzo m Hauptst. Geschichte Egyptens bis zu den Zeiten Alexanders des Grossen.

§. 6zZ.

Wiederkunft Auf die erhaltene Nachricht von seines Bruders aufrürischem Betragen, der durchnach Egypten.seine lange Abwesenheit und weite Entfernung gereizet, den königlichen Hauptschmuck auf'gesetzt, die Königin geschändet, und die königlichen Kebsweiber nach seinem Gefallen ge-mksdrauchet hatte «), eilte er aus Thracier» zurück, und kam, nach Verfliessung von neunJahren, mit einer erstaunlichen Menge von Gefangenen aus allen Völkern, und mit derBeute von ganz Asien beladen, zu pelusiurn an Hier empfieng ihn nun zwar dertreulose Armais oder Danaus mit äusserer Unterthänigkeit und Freudenbezeugungen;doch mit, dem innern Vorsatz, ihn ums Leben zu bringen, und sein ganzes Haus auszurot-ten. Zu dem Ende lud er den König, seinen Bruder, die Königin und ihre Kinder zu ei-nem Gastmal ein, welches er zu ihrer Erquickung zubereitet hatte; wie sie solches angenom'men, und dabey sehr stark getrunken, wurden sie davon übernommen, und gerieten in ehnen Schlaf. Jmmittelst lies er eine grosse Menge dürres Schilf rund um das Gemach. legen, worin sie schliefen, steckte es in Brand, und Hoste sie insgesamt zu verbrennen»Worauf Sesosiris, da er die Gefar gewar worden, darin er sich befand, und daß seineWache mit starkem Getränke überladen, ausser Stande und unvermögend sey, ihm beizu-springen, seine Hände empor hob und die Götter für feine Gemalin und Kinder anflehete,alsdann schnei durchs Feuer sprang, die übrigen aber ihm nachfolgten. Aus Dankbarkeit vorsolche wundervolle Errettung, und zur Erfüllung der Gelübde, so er in der äussersten Gefargethan hatte, brachteer verschiedenen Göttern, insonderheit aber dem Vulcan, Gaben «); wieim folgenden wird gemeldet werden. Herodorus scheinet von den Umständen dieser glück«lichen Errettung unrecht berichtet zu seyn, indem er meldet, seine Gemalin habe ihn über-redet, zwey seiner Söhne ins Feuer zu werfen, und über dieselben wegzugehen. Hieraufübte er Rache an seinem Bruder Armais *); so der Danaus der Griechen e) gewesenseyn sol, und von dem man glaubet, daß er bey dieser Gelegenheit aus Egypten vertrie-ben worden, und sich nach Griechenland begeben habe.

Nachdem er seines Bruders unnatürliche Absichten solchergestalt hintertrieben, undsich wieder in dem ruhigen Besitz seines Königreichs befand, schmückte er alle Tempel mitseiner Beute und reichen Gaben aus, und belonete seine Kriegsleute nach Masgebung ihrerVerdienste. Sein Kriegsherr kam mit grossem Rum zurück, nicht nur der verrichtetenmächtigen Thaten und vielen erbeuteten Reichtümer wegen; sondern auch der manchfaltigen,zu den Bequemlichkeiten und Bedürfnissen des menschlichen Lebens dienlichen Sachen we«gen, die sie mit sich nach Hause brachten, und womit sie das ganze Königreich versahen«Sesosiris lies nunmehro alle Kriegsgedanken faren, dankte seine Völker ab, und überlieseinen jeglichen dem ungestörten Genus dessen, was ihm das Glück zugewandt hatte. Esselbst aber richtete von der Zeit an seine Gedanken auf solche erstaunliche Gebäude, die sinnen Namen unsterblich machen, und das gemeine Beste unaufhörlich befördern möchten.

§. 659.

Seine Gebäude waren von dreierley Art, und entweder zum gottesdkenstlichen, oderSeine gebau-Kriegs- oder bürgerlichen Gebrauch bestimt. Zuvörderst fürete er in jeglicher Stadt in

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aus ihrer Höhe von fünf Handbreiten ist leicht ab- derer Statuen, aufgestellet; sondern, wie gedacht,zunemen, daß sie nicht in Lebenögrösse, nach Art an- nur auf Pfeiler eingehauen gewesen.