Band 
Erster Theil.
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z Abschritt. Die Regierungen öer Könige von Egypten 5Zl

Egypten einen Tempel auf, den er der besondern und höchsten Gorheit des Ortes widmete.

Bey der Auöfürung eines so algemeinen Unternemens ist kein Egyprer zur Arbeit ge-braucht worden; daher man folgende Aufschrift auf alle diese Tempel gesehn Rein Einegeborner hat hieran gearbeitet In der Stadt Memphis richtete er vor demVuleanstempel sechs steinerne Bildseulen in Riesengrösse auf, deren jegliche aus demGanzen gehauen war; zwey davon waren dreißig Ellen hoch, undstelletenihn selbst und sei-ne Gemalin yor, die übrigen vier waren von zwanzig Ellen, und bildeten seine vier Söh-ne ab '). Er widmete sie dem Vulcan, zum Andenken der Errettung, die ihm und seinemHause zu pelusmm wiederfaren war '). Man saget, Darius habe sein Bild viele Jahr-hunderte hernach über dixse Seule des Gesostris stellen wollen; allein der Priester desDulcans habe sich ihm standhaft wiederseht, und behauptet, daß der Perser, ungeachteter gros sey, doch dem Egypter noch nicht gleich komme, und insbesondere Scyrhien nie«

Ma>s bezwungen; daher es unbillig sey, ihn jemanden vorzuziehen, den er noch nicht über-treffen : wodurch denn solcher Versuch hintertrieben worden *). Ueberdies errichtete er zweyObelisken von hartem Stein oder Marmor, hundert und zwanzig Ellen hoch; und erfüllet«ste mit Aufschriften, worin die Grösse seiner Macht, der Betrag seiner Einkünfte, und dieNamen der Völker, die er bezwungen, beschrieben waren. Das sind seine Gebäude, vonwelchen man sagen kan, daß sie sonderlich bestimt gewesen, Denkmale seiner Frömmigkeitund seines Rums abzugeben. Wir wollen nun auch besehen, was er zum Besten und zudauerhaftem Nutzen seines Volks gethan hat.

§. 640.

Um den Streifereken der Syrer und Araber vorzubeugen, bevestigte er die Mor- Weitere be-genseite von Egypren mit einer Mauer, welche von pclusrum IZOQ Feldweges, oder Schreibung des-187^ Meilen weit durch die Wüste bis Nach Heliopolis ging. Ueber dieses fürete er eine ^unglaubliche Menge grosser und erhabener Berge von Erde auf, wohin er die Städte ver-setzte, die vorher eine gar zu niedrige Lage gehabt, um Menschen und Vieh vor der Gefarder Ueberschwemmungen des Nils in Sicherheit zu sehen. Auf dem ganzen Wege vonHlemphis bis ans Meer lies er Canäle graben, die in den Nil gingen, und nicht nurdazu dieneten, daß man leichter von einem Ort zum andern kommen konte, zur grossen För«derung der Handlung und Wohlfart des Reiches; sondern auch den Feinden das Land, wodicht völlig unwegsam, doch wenigstens sehr unbequem zum Durchzug machten: so daßEyypten, welches bisher seiner Pferde und Wagen wegen berümt, und vor beide unver-gleichlich gelegen gewesen, in diesem Stück nicht mehr eben dasselbe Land geblieben, sonderneine ganz neue Gestalt bekommen *). Es hat bis das Ansehen, als habe Sessstris be-sorget, die verschiedenen Völker, so er beunruhiget, wenigstens einige derselben, möchten sichwieder Eczppcen vereinigen; allein, aus seinem hochmütigen Betragen gegen diejenigen, soHm Tribut zalen meisten, erhellet gerade das Gegentheil; wie wir bald weiter sehen werden.

Unterdessen sollen einige von den Gefangenen unter der unerträglichen Knechtschaft in Ver-zweiflung geraten seyn, und insonderheit die Babylonier sich empöret und entschlossen ha-ben, das äusserste zu wagen, um ihr Joch abzuschütteln: da sie sich denn zuvörderst eineshaltbaren Orts bemächtiget und thätige Feindseligkeiten gegen die Egypter verübt, durch^Uerherung des ganzen benachbarten Landes. Durch Anerbieten aber der Gnade und eines

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