Band 
Erster Theil.
Seite
532
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;z2 m Hauptst. Geschichte Egyptens bis zu den Zeiten Alexanders des Grossen.

Wonplatzes wurden sie beruhiget, und baueten sich eine Stadt, die sie Babylon nanten.Eben dergleichen wird von den trojanischen Gefangenen berichtet >). Nach des Hero«dorus Bericht erzälte man, dieser König habe nach geendigten Kriegen das Land unter ablen Egyprern gleich auögelheilet; so doch mit der oben angefürten Nachricht streitet, daßer vor seiner Abreise dem Kriegeöheere Länder ausgetheilet habe, welches, unserm Ermessennach, der Neigung und Verfassung dieses kriegerischen Fürsten gemäßer ist: daher wir ge-neigt sind zu glauben, Herodoms sey unrecht berichtet worden. Eben dieser Beschicht-schreibet saget bey solcher Gelegenheit, der König habe sich eine geringe Auflage von den aufsolche Weise vertheilten Ländern vorbehalten. Wenn es sich nun begeben, daß das ^Tilwafiser von jemandes Lande etwas weggespület, so habe derselbe dem Könige davon Bericht er-stattet, der denn in solchem Falle einen dem Verlust gemäßen Theil von der Auflage erlas-sen: weil nun dabey Landmesser abgeschickt worden, .solche Stücke auszumessen, habe es Ge-legenheit zur Erfindung der Meskunst gegeben *).

§. 64r.

r, § Sein Betragen gegen die bezwungenen Fürsten, die sich bey ihm mit ihrem Tributund einfinden müssen, ist von sehr merkwürdigem Uebermut. Denn bey gewissen Gelegenheitenpflegte er seine Pferde abspannen und davor Könige anschirren zu lassen, seinen Wagen zuziehen "); welche Gewonheit er beständig fortgesetzt haben sol, bis er an einem gewissenTage wargenommen, daß einer von den Königen, so ihn gezogen, mit grosser Beständigkeiteines von den Rädern angesehen. Worauf ihn Sesostris gefraget, was er betrachte, daß ermit unverwandtem Gesichte hinter sich sehe; derselbe aber geantwortet: O Röntg! dasUmlaufen des Rades füret nur die Abwechselungen des Glückes zu Gemüt;denn gleichwie ein jeder Theil des Rades wechjeisweije zu oberst und zu Un-terst stehet, jö gehet es auch mit den Menschen, welche heuce auf einem Thro-ne sitzen, morgen aber zur untersten Stufe der Rnechrschafc gebracht werden.Diese Antwort rürste den stolzen Eroberer dergestalt, daß er solchen Gebrauch gänzlich ab-stellete. Auf diese Weise pflegte er über diejenigen zu triumphiren, die ihm Tribut bezalenmusten, in allen andern Fällen aber begegnete er ihnen sehr leutselig. Zuletzt verlor er dasGesicht, legte die Hand an sich selbst und starb. Die Art seines Todes wurde von den Prie-stern vor die höchste That der Grvsmut ausgegeben ; und damit ja nichts feien möchte/seine Geschichte volkommen heraus zu streichen, so gaben sie vor, der Phönix sey unter sei-ner Regierung nach Theben gekommen -). Aus dem, was bisher von dem Sejöstrisgemeldet worden, kan warscheinlich geschlossen werden, daß er der erste gewesen, der Ests'pten in Landschaften und die Einwoner desselben in Stände und Ordnungen getheilt;daß er der erste unter allen egyprischen Königen gewesen, der eine erhebliche Seemachtgehabt, und das erste grosse Reich in der Welt angerichtet. Justinus saget zwar, erhabe dergleichen niemals vorgehabt, solche Herschaft auch nicht behalten, sondern sich mitdem blossen Rum der Eroberung begnüget 'i): es sind aber nicht alle dieser Mei-nung (n°).

§. 642-

^ '' p- 2) I. r. a) loe. cit. tilg. mtur. I. ;z> e.)-

L) vb, lupr- r) rimil. 6. p. 154. /«/?,»«, I., c.

(Z70. B ) Außer den oben angefürten Unters»- vour zu behaupten gesucht, Sest>f?r,'s sey vor demchunqen lZ 69) hat Jos Ren. Tovrnemine im Lten Ausgange der Israeliten aus Egypten zu sehen, undArtik. des Septemv.i?^ der memoires äe 17 rc- der Pharao der heiligen Schrift, so die Israeliren