Band 
Erster Theil.
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533
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z Abschrr. Die Regierungen der Kömge in Egypten. zzz

§. 642.

pheron war des Sesosiris Sohn, und folgt« ihm in der Regierung. Er wird Pheron oderauch Gesoosis oder Sesosiris der zweite genant. Die Geschichte seiner Regierung, Sesostris n.wie sie auf uns gekommen, ist einer Erdichtung änlicher, als einer Erzälung. Von Kriegs-thaten hat er nichts verrichtet; hingegen hat er das Unglück mit seinem Vater gemein ge,habt, blind zu werden. Ob nun solches gleich aus einer vom Vater angeerbeten Schwach-heit hergerürt sein mag; so wird doch gemeldet, daß der Verlust seines Gesichts eine Stra-so vor seine schlechte Ehrerbietigkeit gegen den Flus gewesen sey. Denn als der V 7 il ein-mal das land bis zu einer ungewönlichen Höhe überschwemmet, und ein heftiger Sturmentstanden, der das Wasser in starke Bewegung gebracht, erachtete er sich aus Eigensindadurch beleidiget zu seyn, und warf im Unmut einen Spies in die Wellen: worauf ergleich mit Schmerzen in den Augen befallen ward, bald hernach aber mit gänzlicher Blind-heit, die ihn zehn Jahr lang plagte. In dem eilften Jahr gab das Orakel zu Bmuszu erkennen, die Zeit seiner Strafe sey um, und er würde sein Gesicht wieder bekommenwenn er dem Gott zu Heliopoks besondere Andachten erzeiget und die Augen mit demWasser eines Weibes gewaschen, so niemals jemand, als ihr Eheman, erkant. Er fiengdarauf mit seiner Gemalin an; da er aber von ihr keine Hülfe erhielt, wendete er sich voneiner Frauen zur andern, bis ihm endlich eines armen Gärtners Weib die Hülfe verschafke,so das Orakel verheißen hatte. Er machte sie daher zur Königin; die Ehebrecherinnenaber schickte er in eine Stadt Namens Erythibolus, welche er nebst denselben verbräme.

Er bezalte den Göttern seine Gelübde vermittelst verschiedener reichen Gaben, und errichteteinsonderheit zwey köstliche Obelisken in dem Sonnentempel zu Heliopolis

§. 64;.

Nach mehrern Geschlechten kam der Zepter an den Amasis oder Ammosis. Er Amasis odermishandelte sein Volk mit der äussersten Gewaltthätigkeit und Ungerechtigkeit. Viele wur- Ammosis, einden ohne Ursache zum Tode verurtheilet, viele aber ihres Eigentums beraubet, aus keinem*^""'andern Bewegungsgrunde, als seinem gebieterischen Willen; und gegen jederman verfur*r mit unerträglichem Stolz. Sie seufzeten eine Zeitlang unter diesem Wüterich, weil siesich einer so fürchterlichen Macht nicht wiedersehen durften: als aber nachgehends der Kö-nig von Erhiopien, Acrisanes, den Ammosis bekriegte und in Egypten einbrach,schlug sich das Volk zu ihm, und half ihm diesen unmenschlichen Fürsten vom Throneverjagen ^).

§. 644.

Ehe wir aber die Geschichte dieses Acrisanes vor die Hand nemen, müssen wir noch Vertreibungbemerken, daß ein König, dessen Name dem Ammosis sehr nahe komt, die Hirten in derber Hirten. »Stadt Abaris oder pelusurm mit einem Heere von 4 80000 Man eingeschlossen; weil ersich aber keine Hoffnung gemacht, die Stadt durch eine ordentliche Belagerung zu eroberns» sol er einen Vergleich mit hnen getroffen haben, daß sie Egypten verlassen, und ohne

Xxx z Hinde-

1.1. p. 54. >.2. S,0^S!. I. r. p. 54.

^drucken angefangen, und unter welchem Moses weiter bestätiget in der äiss. öc primo kcrsc et pro-»'boren worden: welches Nrc.Abram schon ange- tanse clironoloZise vinculy, epoclis 8elostris,

«vmmen; habe also 1400 Zahr nach dem Mencs rums occslione lots veteris »eeypn KMoris no-blerer. Als darauf diese Meinung vom I-rc Pe- us rsunne Mittrstur, so die fünfte ist . oder dasl 5 on,o oris. LeLZ'ptlse, c. 16 tvertlattstg widerleget »2te Stuck des tuoplewenli Sli dlenoclitum p. 44Lworden.- hat Toucnemine dieselbe gerettet und leg.