5Z4 in. Hauptst. Geschichte Egyptens bis zu den Zeiten Alexanders des Grossen.
Hinderung ziehen selten, wohin sie wollen ( 2 ). Diesen Vergleich erfüllten sie, zogen mitihren Häusern 240000 stark aus, und gingen durch die Wüste nach Syrien; weil sie sichaber vor den Assyrern furchten, baueten sie eine feste Stadt in Iudäa, und nanten sie Je«rusalem. Diese Nachricht kämt denen wohl zu statten, die in den Gedanken stehen, daßdie Htrren die Israeliren selbst gewesen. Da aber die egypristhen Geschichte bis hieherund noch ziemlich lange nachher mit handgreiflicher Dunkelheit verwickelt sind: so wollen wienur erinnern, daß dieses der Geschichte Moses, auf welche wir uns zu verlassen beschlossenhaben, unstreitig wiederspricht, als woraus klärlich erhellet, daß diese Hirren nicht die Isttaeliren gewesen seyn können. Dieser König hetst Amosis, Thummosts, Terhmosrs,Thomosis und Themosls, des Halisphragmmhosrs Sohn. Es sol auch ein Amo-srs den Gebrauch, der Juno zu Heliopolis Menschen zu opfern, abgeschaft, und an derenStelle wächserne Bilder eingefüret haben. Sie wurden eben wie die reinen Kälber ausge-sucht und besiegelt, und hiessen Typhonier s). Täglich wurden drey derselben verbrant,und ihre Asche in den Wind zerstreuet, daß sie nicht mehr gesehen werden können; und diesesgeschahe alle Jahre öffentlich, so lange die Hundstage wäreten. Es sol solches aber in derStadt Idithya geschehen seyn ö).
Was die 20OOOO Hirten betriff, die aus Jerusalem gekommen seyn sollen, denausiaWen Egyptern unter dem (Dsarftphus beizustehen, und die Kriege, worin sie mitdem Könige in Egypten,Amenophis, verwickelt gewesen: so verweisen wir unsere Leserauf den Ioffphus in seinem Buche wieder den Apion, weil wir nicht wissen, wohin wirdiese Begebenheiten in der Ordnung der egyptischen Geschichte setzen sollen. Joseph»?hält inzwischen die ganze Sache vor fabelhaft ') (^').
- §' ^ 5 .
Artisanes der Wir kommen nun wieder zu dem Actisanes, der Egypten und Ethiopien unterEchiopier. seine Regierung vereiniget, und über beide Reiche zugleich König gewesen. Er ertrug sei?
Glück mit grosser Mäßigung und Klugheit, und begegnete seinen neuen Unterthanen lieb-reich. Er lies die egyprischen Diebe und Räuber im ganzen Lande aufsuchen, und nachdem er sie hinlänglich verhöret halte, lies er ihnen die Nasen abschneiden, und schickte sie indie entlegenste Gegend der Wüste, woselbst er ihnen eine Stadt bauete, die von der Verstüw"melung ihrer ehrlosen Einwoner Rhinocolura genennet worden. Diese Gegend war s»
unfrucht"
e) conrr» l. l» p. Zs». leg. ripu-i ?orpkyri«n 6« »bsin. I. r. c. xx. >)
vbi lupea.
(I) Wir haben bereits oben bemerket, baßperi-zonius die Verjagung der -Hirten und den Aos-gang der Kinder Israel vor einerley Begebenheithält iLZ).'
Herr Johan Marsbam ist zwar ganz andererMeinung, doch entscheidet er nichts (24).
Der Vater Pexro» saget nichs besonders von derVertreibung der Hirten, vermeinet aber hinläng-lich erwiesen zu haben, daß die Israeliten unterMost an« Egvpten gegangen zur Zeit der Regie-rung eben des Themosi», der die -Hirten verjagethaben sol l^'-
Herr Isaac Newton seht diese Vertreibung indas Zahr 1070 vor Christi Geburt, oder 62 Zähre
vor des Sesostri«, oder wie er ihn nennet, Sess^erstem Feldzug in Afrika (r 4 ).
Die Geschichte der Hirten in EAPten sind durch die spätern Egypter auf die Ist«'liten gedeutet, und dadurch nicht »venig verwirk'worden (z66l. Zm Pocok S- rz. werden eiw»Mbelisken zu Heliopolis beschrieben, woruntervom Pheron erbauete mit seyn können. Zni ,lin werden diese alten Könige in einer ganz am>eOrdnung und Folge gemeldet; so bey der hoch!» n vgewissen Zeitrechnung derselben beinahe wilkmist, und auf Verschiedenheit der Meinungei» in §ficht solcher Zeitrechnung beruhet.
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