;z6 III. Haupst. Geschichte EgyptenS bis zu den Zeiten Alexanders des Grossen.
Versprechen, beides dem beleidigten Theil auszuliefern, so bald es werde verlanget werden.Und das that er auch wirklich. Hingegen befal er dem Paris und seinen Gefärten, binnendrey Tagen sein Gebiet zu verlassen, unter Bedrohung, sonst als Feinde empfangen zu wer/den. Endlich wurde ihm zu Ehren ein reicher und kostbarer Tempel zu Memphiö aufer/bauet, und er hinterlies einen Sohn und Nachfolger, Namens Rhemphis ").
§. 647.
Rbemphis Rhemphis hat auchRhampsinitus (*) geheissen, und ist zum Geldsamlen ge/
«der Rham- neigt gewesen. Diodsrus berichtet von ihm, er habe einen so stinkenden Geiz gehabt, daßpsinitus. ^ sich hie ganze Zeit seiner Regierung über mehr als einen niederträchtigen Verwalter, dennals einen König bezeiget habe, und es nie übers Herz bringen können, das geringste aufirgend etwas zu wenden, das zur Ehre der Götter oder zum Besten der Menschen gerei«chen mögen; und aus dieser Kargheit rüre es her, daß er einen so erstaunlichen Schatz, andie 400000 Talente, hinterlassen habe °). Herodoms aber zeiget zwar nicht undeutlichan, daß er Reichtum sehr lieb gehabt; allein er legt ihm doch nicht so schimpfliche Nieder/trachtigkeit bey, als jener. Wir wollen hören, was er von ihm erzält: ^hampsimms ver/merte den Tempel Vulcans mit der Bogenstellung an der Abendseite, und setzte zwey Bild«seulen davor, deren iegliche fünf und zwanzig Ellen hoch gewesen. Eine von denselben hat-te das Gesicht gegen Mitternacht gekeret, und wurde von den Egpprern unter dem Na/men des Sommers angebetet; die andere sahe nach Mittag, fürete den Namen des Win«- ters, und würd verabscheuet. Da er überdis einen weit grösser» Vorrat von Schätzenzusammen gebracht, als irgend einer von den Königen in Egypten, die ihm gefolget, undVerlangen getragen, dieselben an einen sichern Ort zu bringen: so befal er, zu dem Endeeine Schatzkammer von Festigkeit zu erbauen. Der Baumeister, der bey Auffürung diesesGebäudes gebraucht ward, setzte einen Stein so künstlich in der Mauer, daß er von einem ei-nigen Menschen herausgenommen und wieder hingebracht werden können; weil seine Ab/sicht war, an den daselbst verwarten Schätzen Theil zu nemen. Allein, um die Zeit, da derSchatz hineingebracht wurde, verfiel derselbe in eine heftige Krankheit; und weil er merkte,daß seines Lebens Ende vorhanden sey, lies er seine beiden Söhne zu sich kommen. Den-selben eröfnete er den ganzen Kunstgrif, und gab ihnen die genauste Anweisung zur Volfü«rung des Vorhabens, dessen Bewerkstellig»^ ihm sein Schicksal nicht verstattete. Der Da-
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I.». s) Or»^. 1.1. I>. 6r.
(L) Herr Joh. Marsham ist sehr geneigt, ihnfür des Sesoskris ältesten Sohn, und für einerleymit dem Rumpfes zu halten; ergründet sich hierinauf das Zeugnis tzesManecho, der ihn des SethosSohn nennet; ingleichen, daß die berümte Auf-schrift, die sich der Läsar Germam'cu« zu Thebenauslegen lassen, aus ihn gehe Und in der That istkein sonderlicher Unterschied zwischen dem Rhamscabey dem Tacitus, und dem Rumpfes bey demtNunerho. E,,dljch glaubet er, dieser Rhemphi»habe durch Recht erhalten, was sein Vater durchEroberungen erlanget O9).
perizonius ist der Meinung, daß der Rbamstsbey dem Tucilus Gcsoskri« selbst sey. Den Ru-rncstes aber, oder Rhumsinitu«, des Proreus
Sohn, sehte er in die Zeit des troi'anifcke» Krieges,worin ihm eine Stelle aus dem plinius zu statte»komt (zo).
Der Herr If Newton mutmasset, daß«er de<Amenophis oder Mene» Sohn gewesen, und u»'ter den verschiedene» Namen. Rhamsinitus, Rawst«, Rumist«, Rameses, Rumestes, Rameste»,Rhampsts und Rhempsi», vorgestellet werde'ingleichen, baß der Obelisk, der von dem KäELonstuntinus nach Rom geschickt worden, wocauf eine Aufschrift gestanden, die der egypttlw°Priester-Hermapion ausgelegt, des Inhalts.er lange gelcbet, und einen grossen Theil derbeherschet habe, wie auch die prächtige Aufschriederen Tacitus gedenket, auf ihn gehen (zi).
so^) S- can. cliron. (zv) vrix,
sncienk KinxUoms gmenäcs.
(zi) 8!r. .V--»/«». ckronoloxt