Band 
Erster Theil.
Seite
539
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Z39

5 Abschritt. Die Regierungen der Könige in Egypten.

§. 648.

Auf dlesen König folgten sieben andere, die alle keinen rümlichen Namen hinterlas-sen haben und von schlechter Beschaffenheit gewesen; einen ausgenommen, Namens Nilus. ^Nilus.

Er ist der grossen Anzal Canäle wegen berümt, die er durch das ganze Land gegraben; in-gleichen der vielen Bemühungen wegen, den t77il von so algemeiner Nutzbarkeit zu machen,als nur immer möglich gewesen. Daher es geschehen, daß der Flus, der bis dahin Aegy-ptUS geheißen hatte, von der Zeit an nach seinem Namen genennet worden s).

§. 649.

Cheops, Chemnis oder Chembes (^), wird vom Diodorus vor den achten nach Cheops, eindem Rhampsmims gerechnet. Herodorus hingegen setzt gar keinen dazwischen. Dieser Granne.König hat seiner Gotlosigkeit und Tyranney wegen einen üblen Namen. Er fing seine Re-gierung mit Verschlieffung der Tempel und Untersagung aller öffentlichen Opfer an. Dar-auf trat er die Gesetze unter die Füsse, bemächtigte sich der Freiheiten seines Volkes, undbrachte sie in die müseligste Dienstbarkekt. Eine grosse Menge derselben schickte er in dieSteinbrüche zwischen den arabischen Gebirgen, Steine zu brechen und sie nach Egyptenzu bringen"); welche er beinahe verderbte durch Erbauung der grösten unter den drey gros-sen Spltzseulen Durch dieses und andere dergleichen Unternemungen eines eitlenRums geriet er in so schlechte Umstände, daß er seine Tochter jedermans gemeiner Unzuchtpreis gab, und sie überhaupt anwies, soviel zu verdienen, als sie nur könte. Sie gehorch»ke: und da sie, nach ihres Vaters Beispiel, Lust hatte, ihres Namens Gedächtnis zu der-ewigen; so ersuchte sie einen jeden ihrer Liebhaber um einen Stein zu einem Gebäude, dassie im Sinne habe. Aus den Steinen, die sie auf solche Art zusammen gebracht, bauetesie eine kleine Spitzseule *). Dieser Tyranne regierte fünfzig Jahre, und starb

§. 6 >o.

Ihm folgte Cephrenes, Cephren oder Chabryis. Man hat gezweifelt, ob Ce- Cephrenes,einphren und Chabryis einerley Person seyn; indem einige behaupten, Cephren sey des^a"'Cheobs Bruder, Chabryis aber sein Sohn gewesen. Jedoch wir wollen diesen duisk.len Streit beiseite setzen, und nur melden, daß dieser König in seines Vorfaren Fustapfengetreten, sonderlich auch in Erbauung einer Spitzseule, die jedoch weit kleiner geraten, alsdes vorigen. Er regierte sechs und fünfzig Jahre. Ob nun gleich beide, er und sein Vor-far, diese Spitzseulen zu ihren ewigen Wonungen bestimt gehabt, die egypkisthe Redens,art zu gebrauchen: so ist doch keiner von ihnen nach seinem Tode darin beigesetzet worden;denn weil sie die Wut des aufgebrachten Pöbels zu besorgen hatten, so begruben sie ihreFreunde an einem solchen Orte, wo sie niemand jemals finden können ').

§. 651.

Nachdem Egypten solchergestalt hundert und sechs Jahre durch Tyranney war Mycerinus,

Pyy 2 nck.. ein zurer fürst

l. l. ?. 57- . -0 I. L. l') M-m er . I.p. 57. Siehe oben §. 4«s.

,) Nip». Siebe oben §. 447. «) 55^--/. loe. cir. //<-,-< I. I.,. p. 5Z.

8en der folgenden Jahrhunderte-umgeworfen, und raeliren hält, deren Dienstbarkeit unter diesem Ra-erst im Jahr i;88 unter Si'xto ; wieder anfgerich- messes gefallen seyn sol.

Eet worden. Wovon Ammian Marcellinus (M) Der Herr Js Newton vermutet, er habe dieD. 17 c. 4 zu vergleichen ist, aiwo in Jac Grono. Absicht gehabt, nach seinem Tode götlich verehret zuvii Ausgabe S 176 re. desselben Zeichnung vor- werden; und glaubet, er heisse auch Lbemnis,komr, wie auch Marsbam csn. clwon. tÄec.lS Phiops, Apachus, Lpappus, Suphis, Sao-und Hrn.Ves Vignoles cllronol. tom. 2. pbis, Syphoas, Srpbaosis, Soiphis, Syk- ?ri 5 g. welcher denselben vor eine Arbeit der Js- phuri«, Anoiphis und Anoisis.