Band 
Erster Theil.
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544
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^44 in Hauptst. Geschichte Egyptens bis zu den Zeiten Alexanders des Grossen.

far einsähe, und daß er anjetzo sein Vertrauen einig und allein auf den Soldatenstand st«ßen müsse, den er so ungerecht gemishandelt; 'so suchte er ihren Beistand; allein um-sonst. Sie blieben hartnäckig bey ihrer Weigerung, unter seiner Fahne auszuziehen. Nach'dem sich nun der Priester von allem andern Rath und Beistande verlassen sahe, wandte ersich zu seinem Gott, und flehete ihn mit der äussersten Beugung des Gemüts um H ülsean. Wie er noch in dem Tempel war, fiel er in einen tiefen Schlaf, in welchem ihm vor-kam, daß der Gott ihm zur Seiten stehe, und ihn ermane Mut zu fassen, mit der Verheis-sung, wenn er nur wieder die Assyrer ausziehen w.rde, einen volkomnen Sieg über diesel-ben zu erhalten. Diesem Gesicht zufolge brachte er einen gemischten Haufen von Künst-lern , Handels- und Ackeröleuten zusammen, undMt diesem ungeübten Volk richtete er sei-nen Zug gen pelustum. Die erste Nacht nach seiner Ankunft daselbst kam eine unzäligeMenge von Feldratzen in das feindliche Lager, und zernagten ihre Köcher, Bogensaiten undSchildrieme. Dis komt mit der Weissagung Iesaiä sehr wohl überein, wenn wir sie al-hier einrücken dürfen: Der Röntg von Assyrien sol nicht in diese Sradt, nemlichIe-rusalem, kommen, noch einen Pfeil hineinfchiessen, noch mit einem Schilde da-vor kommen /). Denn Gennacherib hatte, allem mutmaölichen Ansehen nach, die Be«lagerung von Jerusalem auf eine Zeitlang aufgehoben, um in Egypten einzubrechen; obaber dieser Serhon der Tirhakah oder Sevechus sey, übersteiget unsere Entscheidung.Doch unsre Erzälung fortzusetzen, so hat Serhon, als er des folgenden Morgens den Feindalso entwafnet gefunden, und im Abzüge bemerket, demselben nachgesetzt und eine grosse Nie-derlage verursachet. Zum Andenken dieser wunderthätigen Begebenheit wurde eine steiner-ne Bildseule dieses Königes in dem Vulcanstempel aufgerichtet, mit einer Ratze in der ei-nen Hand, und folgenden Worten, die aus seinem Munde gingen: tVer mich anste-het, der sey gorresfürchrig*) ('").

§. 659.

zwölf Kurz nach Serhons Tode wurde Egypten, ohne daß dex Bewegungsgrund ge

nau

/) L Rän. iy, zr. I. 2.

Einige meinen, und zwar nicht ohne War-scheinlichkeit, daß -Hcrodotus diese Niederlage vonSanheribs Lager vor Pclusium vor dasjenige Un-glück angenommen habe, das ihm von einem Engeldes HErrn in derselbigen Nacht wiederfaren, als erJerusalem so hochmütig aufforderte, und den GOttIsraels dabey lästerte. Wenigstens findet man inder Schrift nicht die geringste Spur, daß er, nachder unglücklichen Begebenheit vor Jerusalem, E-gvpteir einen Ueberfal zugedacht haben solte. Dennwas Jes 20 und Nahum z von der VerwüstungEgyptens und Mvhrenlande« gesagt wird, dasdeuten verschiedene auf andere Fürsten, durch welchetS geschehen solte (zr).

(;74 B) Rolli'n hat in der Kill. Nie, tom. rp. 58 die Meinung gar warscheinlich gemacht, daßdieser Sethon Sevechus, Sabacons Nachfolgerund Sohn gewesen, der vvm Sanhecib eine grosseNiederlage erlitten, wodurch verschiedene Weista-gungen der Schrift wieder Egypten erfüllet wor-den, obgleich die Egs'Pter die vor Jerusalem ge-

schehene wunderthätige Begebenheit fälschlich auf sichgedeutet, das schimpfliche Andenken ihrer Verwü-stung zu verbergen und aufzuheben. Womit 2 Räss18 sg. Jes 18 - 20. zo. zi ß>. Nah. z, 8 sq. zu verglei-chen. Eben derselbe beweiset kürzlich, daß nicht Ale-panvrien, nach der 70 Dolmetscher Uebersehung,sondern Theben, das in der Schrift gemeldetesAmmon sey; welches weitläufiger geschehen in desHrn. pet- Aorns Schrift cie oilioris et sniigults-tilius vrbis guonäsin in /zeßypto luperiori lon^celekcrrimse teu line

ici elk 2^r^-r.»nrlnic O/o/yo/eor msic,ris, sä illulkra-tioncm /-»-c»,. 46, 2;. Nc/ei'. zo. 1;, etz, 8 stl- welche im 2 Theil der oguLniorum tscro-run, desselben S. Z22-419 angetroffen wird,worin viel Erleuterungen der egypnscften Alterndmcr und Geschickte dieser Zeiten vorkommen. Auckverdient des Herrn des Vignoles ckron. liv. cd.z. §. 2-4 ton.-. 2 p 124 5 g verglichen zu werden-alwo diese ethiopische oder egyptiscbe Könige nawden verschiedenen Meinungen der Zeitrechner erlc»-tert worden.

in civnnex. et Virrinxn in I-e. ^7.

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