Band 
Erster Theil.
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546
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Z46 m Hauptst. Geschichte EgyptenL bis zu den Zeiten Alexanders des Grossen.

gesehen, zu dem pjammirichus ging, und ihm meldete, daß gewisse eherne Menschenaus dem Meer hervorgekommen und das land an der Seeküste plünderten: so merkte er,daß das Orakel eingetroffen sey; daher überredete er dieselben, bey ihm zu bleiben, durchgrosse Versprechungen, die er ihnen that, im Fal glücklichen Erfolgs. Und da er diejeni-gen Egyprer, so es mit ihm hielten, zu denselben stossen lassen: brachte er die eilf Köni,ge unter sich, sties sie vom Thron, und bemächtigte sich des ganzen Königreichs s). DieHauptschlacht, so alles entschieden, sol zu Memphrs seyn geliefert worden: wobey einigederselben Könige geblieben, andere aber die Flucht nach Africa genommen haben sollen.Also nam die Regierung von zwölfen ein Ende, nachdem sie funfzehen Jahre gedaurethalte *).

§. 66o.

I.n v s rz2§. Bis hieher ist die egyptische Geschichte mit einem dicken Nebel bedeckt gewesen, nun-v L G 670. mehro aber beginnet sie sich etwas aufzuklären. Nachdem psammirichus, aus dem StamPsammiti- Sars, solchergestalt den Besitz des ganzen Königreichs Egypten erhalten, regierte er mitHu«. solcher Weisheit, Grosmut und Pracht, als irgend einer feiner Vorfaren. Er war derSohn des LTsechus, den Sabaco umgebracht, da er Egypren erobert; und wenn ernicht nach Syrien entflohen, würde er an seines Vatern Schicksal Antheil genommen ha-ben. Er erfülle alles, wozu er sich gegen seine Bundsgenossen anheischig gemacht, undbeschenkte si^ioch überdis mit gewissen an beiden Seiten des l^ils gelegenen Ländern,und nante dreGegend, wo sie sich niederliessen, das Lager. Er übergab ihnen auch ver-schiedene Kinder zur Erziehung, damit sie in der griechischen Sprache unterrichtet wer»den möchten; von welchen diejenigen hergestamt, die nachmals das Amt der Dolmetscherverwaltet. Die Lage ihrer Wonplätze war nahe am Meer, unter der Stadt Budastis,an dem pelusisthen Auöflus des Nils, alwo sie so lange blieben, bis sie Amasrs nachLTieinphiö brachte; wie an gehörigem Orte gezeigt werden sol. Jmmittelst müssen wir al-hier noch bemerken, daß diese Griechen die ersten gewesen seyn sollen, die Erlaubnis be-kommen, in Egppren zu wonen; und daß wir vermittelst des Umgangs und Briefwech-sels, so zwischen ihnen und ihren Landesleuten in Griechenland unterhalten worden, vonder Warhei't und Richtigkeit der egypüschen Geschichte, von des psammirichus Zeitenan, versichert sind.

§. 661.

Seine öffenk Was die von ihm aufgefürten öffentlichen Gebäude betriff: so findet sich einige Ver-liehe gebäube. schiedenheit i» den aufbehaltenen Nachrichten. Herodocus meldet, er habe den Vulcans-tempel mit der Bogenstellung gegen Mittag vermeret; welches nach Diodorus Berichtmit der gegen Morgen geschehen seyn sol. Jener sagt ferner, er habe ein grosses Gebäudedieser Bogenstellunq gegenüber erbauet, zum Aufenthalt des Gottes Apis, so oft er vor-handen si-y, wel? es mit Schm'ßwerk gezieret, und mit Bildseulen in Riesengrösse, zwölfEllen hoch, an statt der Pfeiler umgeben gewesen: dieser hingegen schreibt, er habe den Tem-pel mit einer Mauer umgeben, worin er Riesenseulen an stat der Pfeiler gesetzt -).

§. 66z.

Seine kriege. In Betrachtung der Treue und Kriegsübung der Fremden, durch deren Beistander sich auf den Thron geschwungen, hielt er beständig einige von ihren Lmdesleuten im Sold,und ging so weit, daß er ihnen die Edrenstelle des Vorzugs einräumete, da er mit seinem

Kriegs-

vbi Nix», ,

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L, 1,1, k. 61.