z Abschritt. Die Regierungen der Könige von Egypten. 547
Krkegsheer nach Syrien ging, woselbst er etliche Jahre Krieg gefürek. Dis entrüstete dieEgyprer dergestalt, daß sie ihn über 200000 Man stark verliessen, und in einem Haufendavon zogen« Da er nun den Feler einsähe, den er durch solche Beleidigung seiner Unter-thanen begangen, schickte er ihnen anfänglich einige von den vornemsten Befelöhabern nach,die Sache zu entschuldigen: wie er aber erfaren muste, daß ihr Zureden nichts ausrichte,begab er sich mit einigen seiner Freunde zu Schis, und holte sie an den Ufern des Nils ein.
Daselbst beschwor er sie bey allem, was ihnen ihr Vaterland lieb und wert machen tonte,bey ihren Göttern und Häusern, Halt zu machen; sie schlugen aber alle einmütig mit ihrenSpießen auf die Schilde, und schrien: so lange sie noch Waffen hätten, zweifelten sie nicht,ein bequemes Land zur Wonung zu finden. Darauf zeigten sie ihre Blöße, mit Bedeuten,daß es ihnen nimmermehr an Weibern und Kindern seien solle, so lange sie sich so manbarbefänden. Sie zogen also trotzig fort, bis sie in das echiopische Gebiet kamen, woselbstsie sich auf einem fruchtbaren Boden niederliessen, und daselbst anbaueten.
§. 66z.
Diesen Verlust zu ersetzen, bekümmerte er sich ernstlich um die Aufname der Hand-Weitere bege-kung, und öfnete seine Hafen allen Fremden; denen er, wieder die grausamen und schüch- benheiten des-ternen Grundsätze seiner Vorfaren, sehr gütlich that. Zu eben der Zeit, da er dergestalt auf^seine eigene Angelegenheiten zu Hause bedacht war, schlos oder erneuerk^Mein Bündnismit den Arhemenftrn, und andern griechischen Völkern 0 . Doch ist Mie Regierungkeiner andern Begebenheit wegen merkwürdiger, als der langwierigen und verdrießlichenBelagerung halber von Azorus in Syrien, an den egyprischen Grenzen, welche Stadtkurz vorher von dem Könige zu Babylon, Assarhaddon, war erobert worden; indemsie neun und' zwanzig Jahre gewäret hatte, da er sie einnam *). Sein Betragen gegendie Scythen, welche um diese Zeit die Meder überwunden und sich Asiens bemächti-get, nun aber im Anzüge waren, mit der Absicht in Egypten einzufallen, wird höchlich ge-priesen; denn anstat sich ihnen zu wiedersehen, begab er sich zu ihnen in Syrien, undbrachte es durch seine Geschenke und bitliche Vorstellungen dahin, daß sie wieder zurückzogen *). Er starb nach einer vier und funfzigjärigen Regierung 7), und ward in demTempel der Bubasiis, oder Minerva, zu Sais begraben, alwo alle säitische Kö-nige beigesetzt waren. Man erzält, daß er der erste König in Egypten gewesen, soWein getrunken daß er Leute ausgeschickt, die Nilquellen aufzusuchen »); und daßer einen Versuch angestellet habe,-ausfindig zu machen, welches das älteste Volk in derWelt sey. Zu welchem Ende er zwey neugeborne Kinder genommen, und sie so aufwachsenlassen, daß sie niemals irgend einen Menschen reden gehört. Weil sie nun, da sie zweyJahre alt gewesen, das Wort Boccos ausgesprochen, welches in phrygischer SpracheBrot heißet: so rümeten sich die Egyprer nicht mehr ihres vorzüglichen Altertums vorallen anderen Völkern, sondern wichen den phrygiern»)
§. 664.
Nechus war des psammitichus Sohn und Nachfolger. Er ist der pharaoh I n-d. s.Necho in der Schrift. Er war ein Fürst von starker Neigung zur Pracht und zum <r G.sis.
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B.) Eine änliche Samlung der Geschichte bitt. snc. tom. i p. <51 5 g. und MarshgMS csr,.'dieses psammeticki ist in -Humphc. pcideaux cbron. l>. 542 5 g. ;ü7 5 g. anzutreffen.
Tonnexion Tb. i B. lS- 43 si>- 57 . 6i Rollms