54-8 m Hauptst. Geschichte Egypkens bis zu den Zeiten Alexanders des Grossen.
Kriege, auch zu Wasser und zu Lande sehr gros. Im Anfange seiner Regierung ver-suchte er, einen Canal von dem LTlil bis ins rote Meer zu füren; nachdem er aberI 2 QOOO Man von gebrauchten Arbeitsleuren eingebüsiet hatte, wurde er durch ein Ora-kel gewarnet, davon abzustehen, und die Volfürung einem barbarischen oder auslän-dischen Fürsten zu überlassen. Er gehorchte dem Orakel; richtete aber von der Zeit an- ftine Gedanken auf Kriegöunternemungen, und bauet« eine Flotte von Kriegsschiffen indem mitternächtlichen oder Mirrelmeer, und eine.andere in den Meerengen des arabischenBusens, woselbst noch viele Geschlechte hernach Spuren von seinen Seerüstungen zu sehengewesen. Die Kriegsthaten mit dieser Seemacht, wenn es anders dergleichen gegeben,sind nirgends aufgezeichnet. Weil aber sein Gemüt ganz auf die Herschaft zur See gerich-tet war: so sandte er einige, von den erfarensten phönicisthen Seeleuten aus, die er nurbekommen können, die africanischen Küsten zu entdecken. Dem zufolge segelten die-selben von dem roten Meer durch die heutiges Tages so genante Meerenge Ba-belmandel aus, füren an den morgen lairdishen Seeküsten von Africa herab,umschiften das Vorgebirge der guten Hofnung, und füren gegen Mitternacht an denKüsten herauf, bis sie die Meerenge von Gibraltar erreichten, durch welche sie in dasMicrelmeerlkMien, und auf solche Weise wieder in Egypren anlangten; welche Reisesie in drey IWmi zurück legten -0«
§. 66s.
Seine kriege Er war nicht nur zur See mächtig, sondern auch auf dem Lande fürchterlich. Io-zu lande. ffphus folgt dem Cresias, wenn er sagt, er habe die Meder und Babylonicr bekriegt,die eben damals die assyrische Monarchie zerstöret gehabt, und den Völkern in der Näheund Ferne fürchterlich geworden waren s). Allein die Schrift meldet ausdrücklich, ersey wieder den König von Assyrien ausgezogen, der damals an dem Euphrar, vieleichtzu Babylon gewesen. Auf seinem Zuge dahin wolte ihm Iojia, der König von Juda,den Durchzug durch das jüdische Land nicht verstatten, und brachte ein Kriegsheer aufdie Beine, zur Verhinderung seines Vorhabens die Stadt Carchcmis zu belagern ^).Wie er demnach fand, daß Ioffa sich ihm wiedersehte: so sandte er Boten zu ihm, undlies ihm vorstellen, er habe die Waffen nicht ergriffen in der Absicht, dem Iosia den ge,ringsten Schaden zuzufügen; sondern der Krieg, den er vorhabe, fty auf GOttes auS-Drücklichen Befel unternommen, mithin würde er wohl thun, den Zorn des Himmels nichtauf sich' zu laden, durch Bestreitung seines Ratschlusses. Weil er aber vernam, daßIosra der Vorstellung kein Gehör gab, beschloser, ihm eine Schlacht zu liefern. Nachdemnun beide Kriegsheere in dem Thal Megiddo, oder, wie es bey dem Herodoms heist,Magdolus'), gegen einander geruckt: so ward Iosr'a mit einem Pfeil tödtlich verwun-det, da er mit seinem Wagen zwischen den Gliedern auf und abfur; als er aber merkte,daß sein Ende nahe sey, gab er seinem Heer Befel, sich zurück zu ziehen. L^echo abersetzte seinen Zug fort *). Er langte an den Ufern des Euphrars an, schlug daselbst denKönig von Assyrien, und nam die grosse Stadt Carchemis ein *); in welche er eine
hinläng-
,) S «m vorhergehenden. /) 2. äntiguit. 1.10. c. 6. -) 2 Aön- -z, 29.
2 Lhron, Zs, 20. 0 >. r. ^ 2 Thron. r; anriguir. vbi äipra.
-H' Der Herr Drieberge bat sehr wohl an- mis erobert habe; sondern es beiffe nur, daß er ge-gemerkt, baß man weder in der Schrift, noch auch gen ihn ansaezoqen sey. Siehe Driebergs An»bey dem Josephs finde, daß dieser Pharao Necho merk. über prideaux ersten Theil,den König von Assyrien geschlagen, oder Lärche-