Band 
Erster Theil.
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z;o in Hauptst. Geschichte Egyptens bis zu den Zeiten Alexanders des Grossen.

laubet sey, in ihren Spielen eine streitende Partey mit abzugeben: welches sie mit Ja beant-worteten. Worauf die Egypccr urtheilten, daß sie von allen Regeln der Gastfreiheit ab-wichen; indem sie erinnerten, es sey ihnen ja natürlich, ihren Mitbürgern günstiger zu seyn,als Fremden. Wenn sie demnach gekommen, unterrichtet zu werden, was bey der vorge-tragenen Sache zu thun oder zu lassen sey: so würde das billigste Gesetz, welches sie ab-fassen kanten, darin bestehen, daß sie ihre eigene Landeöleute von Erkämpfung der Preistausschlössen, und niemand anders als Auswertigen dergleichen verstatteten, psämmisregierte sechs Jahre, und starb in einem Feldzuge wieder die Erhiopier, und hinterstesseinen Sohn Apries zum Nachfolger 0-

§. 668 .

znvs - 4 »;. Apries ist der pharaoh Hophra in der Schrift. Der Anfang seiner Regierung

v.L G ;s4. war gros und glücklich, das Ende aber übermütig und kläglich. In dem ersten Jahr sei-Apries. ner Regierung empsieng er Gesandten vom Zedekias, dem Könige Juda, und trat mit ih-nen in ein Bündnis, kraft dessen er versprach, ihrem Könige wieder den König von Baby-lon beizustehen «); und ohngefär zwey Jahre hernach zog er aus Egypren, und steltesich, als wolte er Jerusalem entsetzen, welches damals von LlJebuchadnezzar hart bela-gert wurde; kaum aber hatte derselbe von seinen Bewegungen gehört, so hob er die Bela-gerung auf, und entschlos sich, dem Apries auf halben Weg entgegen zu ziehen *). Erthat es auch wirklich; allein, die Egypter, die sich fürchteten eine Schlacht zu wagen,zogen sich so geschwind wieder zurück, als sich die Babylonier herannaheten, und womitsie fortfuren, bis sie wieder in ihr Land kamen .*), und überliessen die Juden, mit Ver-achtung der feierlichsten Verbindungen, der unbarmherzigen Wut ihres Feindes. Unddieses treulosen Betragens wegen verkündigte Ezechiel das harte Urtheil wieder dieselben, daßsie vierzig Jahr lang in Verwirrung und Verwüstung liegen solten *), ja hernach so weitherunter kommen, daß sie es nicht in ihrer Gewalt haben würden, jemals in den künftigenZeiten einen König aus ihrem Volk zu machenDessen Erfüllung wir in dem Ver/folg dieser Geschichte sehen werden. Die Schrift malet ihn mit sehr nachtheiligen Farbe»ab, und drohet ihm endlich einen gewaltsamen Tod; welches auch eingetroffen, wiewir sogleich verneinen werden. Jmmittelst kail nicht undienlich seyn, zu bemerken, daßHerodotus diesem Könige eine fünfund dreißigjärige grössere Glückseligkeit giebt, als irgendeiner von seinen Vorfaren genossen, den psannmcichus ausgenommen; obgleich Di^dorus seine ganze Regierung nicht höher rechnet- als auf zwey und zwanzig Jahre. Indessenkommen sie doch darin beide überein, daß er ein Fürst von kriegerischem Gemüt gewesen,und reden von vortheilhasten Kriegen, die er zu Wasser und Lande mit den Tyrern, bdoniern und Cypriern gefüret hat §). Die Stadt Sidon eroberte er mit stürmenderHand, und überwand beides die Phönicier und (Lypncr in einem Seegefecht, und ka>nmit unbeschreiblicher Beute wieder nach Egypcen *). Und dis alles wiederspricht demj^vigen im geringsten nicht, was die heilige Schrift von ihm berichtet; sondern ist vielmehrdamit sehr übereknstimmig; denn es mus gewis ein mächtiger König gewesen sey",welchen sich die Jüden wieder den Monarchen zu Babylon verlassen dürfen. W»yber die Verstellung des Apries betrift, Jerusalem zu entsetzen, und seinen schändlichen Av'zug: so hat ihm solches viel mehr Schande zugezogen, als ein eigentlich Unglück ausgmrE

i. ») E;ech. 17, >5. Ierei». z?, 5. v. 7. -) Lzeck. -p. ^

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