Band 
Erster Theil.
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zfz m Hauptst. Geschichte EgypLens bis zu den Zeiten Alexanders des Grossen.

der That seit einkger Zeit angeschickt, den König zu besuchen, damit er solches aber auf gehörigeArt thun möge, wolle er eine anständige Begleitung mit sich bringen, pararbemis hattenunmehrs zuviel gehört und gesehen, als daß er sich einen glücklichen Fortgang seiner auf,getragenen Verrichtung einbilden konte; daher er auf die Gedanken kam, dem Apries beyso bewandten Umständen keinen bessern Dienst leisten zu können, als daß er ihm aufsschleunigste von der Verfassung und dem Vorhaben der Aufrürer Nachricht gebe. Er kere«te also wieder um. Da ihn aber der König ohne den Amasts wiederkommen sahe, redeteer kein einiges Wort mit ihm, sondern befal, ihm Nase und Ohren abzuschneiden. Dis ü«bermütige und tyrannische Verfaren stürzte ihn vollends: denn als die übrigen Egyprer,die ihm bisher noch treu verblieben waren, diese unmenschliche Verstümmelung eines sowürdigen und edlen Mannes sahen, sehten sie alle von ihm ab, und gingen zu dem Ama,sis über. Und nun rüsteten sich auf einer Seite der Wüterich, auf der andern aber derAufrürer zum Kriege; wobey der ganze Haufe der Eingebornen unter des lehten Fahnedienete, der erste aber nur soviel Tarier, IonLer und andre Mietlinge und Ausländer beysich hatte, als er in seine Dienste bringen ksnte ^).

§. 670.

Die verhe- Märender dieser innern Unruhen und Mishellkgkekten, die Egypten äusserst ge«rung Eqy- schwächt haben müssen, istes warscheinlich, daß LJebuchadnezzar, der eben um diese ZeitptensvomNe- ^,ne dreizehnjärige Belagerung von Tyrus aufgehoben, und am Ende vor seine Mühtuca nezar. als eine ausgelerte Stadt bekommen, sich den verwirken Zustand dieses Königreichs

zu Nuhe gemacht habe, in Hofnung, hier hinlängliche Beute, zu Ersehung dessen, waö ihmzu Tyrus fehl geschlagen, zu überkommen Und dis ist mit der Schrift volkommen über,einstimmig, alwo gesagt wird: Nebuchadnezzar, Rönig von Babylon, hat seiltHeer einen grossen Dienst wieder Tyrus thun lassen.... Dock) hac weder ernoch sein Heer einigen Lohn für Tyrus empfangen. . . Darum, sprichtder HErr GOre, wil ich Nebuchadnezzar, dem Rönige zu Babylon, Egyprerland geben . . . und es sol der Gold für sein Heer seyn r). Ein Volk von solcherZerrüttung, als Egypten zu der Zeit gewesen seyn mus, war eine leichte Beute vor ein«Menge alter erfarner Kriegöleute; und mus über dieses zur Erholung eines so ausgemergebten Kriegsheers, als die Babylonier unstreitig gewesen, sich sehr gut geschickt haben,hpchadnezzar zog demnach in Egypten hinein, nam das Land jämmerlich mit, und lieseine grosse Menge seiner Einwoner erschlagen und wegfüren; so daß einige vermeinen, eshabe sich von diesem Einfal in vierzig Jahren nicht erholet, wie vorherverkündiget worden-Endlich verlies er das Land. Ob er aber den Amasts zu seinem Stathalter ernant, oder umter waö vor Bedingungen sie sich sonst mit einander verglichen haben, das getrauen wituns eben so wenig zu sagen, als wir melden können, ob Amasts und Apries Fus geholtenund dem Feinde die Spitze geboten; oder ob sie ihn in Egypten nach Gutdünken habenhandeln lassen. Dis einige ist gewis, daß der Babylonier unsägliche Beute mit siehweggefüret.

§. 671.

Krkeq zwi- Doch wir kommen wieder auf den bürgerlichen Krieg, welchen wir haben unterer^^d Amaüs^ chtn müssen durch Vorstellung der Verwüstung des Landes von einem auswertigen Feim"" ' de. Apries zog an der Spitze von zoooo Tariern und Ioniern von Sais aus, wo §

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