Band 
Erster Theil.
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553
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z Aöschmt. Die Regierungen der Könige von Egypten. Z5Z

einen sehr kostbaren und anmutigen Pallast hatte; Amasis hingegen war ander Spitze ei-nes Heers von Egypten in Bewegung *). Sie trafen auf einander in den Feldern beyMemphis; und Apries zweifelte so wenig an dem Siege, daß er sich die Vorstellunggemacht haben sol, es stehe in keines Gottes Gewalt, ihn um sein Königreich zu bringen');wie ihm denn von dem Propheten vorgehalten worden, daß er spreche: der Llus ist mein,und ich habe ihn gemacht ^). Aber seine Zuversicht half ihm nichts. Die Kriegs-heere ruckten bey Mempbis zusammen, und obgleich die Auslander Wunder thaten, sowurden sie doch von der Menge der Egypter überwältiget und völlig geschlagen, Apriesaber selbst gefangen- genommen.

H. 672.

Dergestalt bemächtigte sich Amasts, aus dem Stam Sais, des Reichs wiederrecht- I.u d.sr4-a.sich. Er verschlos den Apries in dem Pallast zu Sais, der ihm vormals zugehöret hat- v. L. g. 569.te, und begegnete ihm mit grosser Aufmerksamkeit und Ehrfurcht. Das Volk aber warunpersönlich, und tonte nicht ruhen so lange Apries das Leben behielt H. Da sie nun deS-fals über den Amasts murreten, und vorstellen, daß seine Gelindigkeit übel angebracht sey, Amaste.

indem er sie auf seinen und ihren gemeinschaftlichen Feind erstrecke: so fand er sich genötiget,den Apries in ihre Hände zu überliefern *). Da er also in die Gewalt derer geraten, dieihm nach dem Leben stunden "), so erdrosselten sie ihn und legten seinen Leichnam indas Grab seiner Vorfaren, welches in dem Tempel der Minerva war, gleich an dem Pal-last zur linken Hand, beim Eingänge. An diesem Orte lagen alle Fürsten aus dem StamSais begraben ") (^).

§. 67z.

Wir wissen wol, daß man sagt, Amasts habe sich nicht auf solche Art auf den Thron Andere nach-geschwungen , und sey nicht auf den Apries gefolget. Man behauptet, es sey ein gewisser richt von dem-Vartamis gewesen, auf welchen Amasis gefolget, und zwar bey folgender Begebenheit: selben.Partamis feierte seinen Geburtstag, wobey ihn Amasts, der noch ausser Amt war, miteinem sehr schönen und zierlichen Blumenkränze beschenkte. Worauf er als ein Gast zurTafel genötiget, und nachher unter des Königs Freunde aufgenommen, zuletzt aber mit ei-nem Kriegsherr auögesandt wurde, die Egypter,>die sich empöret hatten, wieder zur Bot-mäßigkeit zu bringen; allein das Heer machte ihn, aus Has gegen den Partamis, zum Kö-nige °). Wir sind geneigt zu glauben, daß diefer partamis und der oben gedachte pa-karbemis einerley seyn: solle dem also seyn, so ist er eher der Abgott der Neigung des Vol-kes,

L) I z l. l. p. 6r. ») vi>> fupri. t) L;ech. 2 Y, z. /) in Umseo.

m) Ierem. 44, ;c>. I. r. ->) -pull -crKenL>-»m vsipoolopk. I. ,5. p. 68v.

Dieses ist nach des -Herovotus und Dia. (z ?7 B ) Die gesamleten Nachrichten vorn A-

doros Erzälung hicher gesehet worden. Es komt prres oder Pharao -Hopyra, und derselben Ver«aber solches mit der Weissagung Jeremiä und E)e- gleichung mit den häufigen Stellen der heiligenrhiels nicht überein, als welche ausdrücklich bezeu- Schrift, worin seiner gedacht wird, sieben im Prise-gen, daß er nicht durch seinen eigenen Unterthan, aur,S-96sg- 99 sq roi. >i4sgl,8sq. Rollinp ;sq.den Amasis, sondern durch eine fremde Macht, und Marsham p.;8o. Perizonio c 24, p.zkr sq undwol gar durch den Nebucadnezar vom Thron ge- Hrw ves V^gnoles Iiv.4 ck z §. 6 p. 148 tg. Zn»offen werden solle. Man kan hieven nachlesen des des Herrn rikascrrer Gouvernement äe i' Lgvn'e istHerrn Drieberge Anmerkung über prideaur isten tom. l p. lri üj. dergleichen anzutreffen, doch mitTheil, alwo er die Unwarscheinlichkeir des Aufstan- ziemlicher Verwirrung und ohne gefürten B<«des angezeiget, den Amasis gegen den Apries er- weis.reget haben sol

A.W.H.iTheil. Aaa a