5)6 m Hauptst. Geschichte Egyptens bis zu den Zeiten Alexanders des Grossen,
Apollo. Und, damit wir auch diesen Absah beschließen, so erwälten die Griechen öffent-liche Bediente zur Aufsicht über ihre Handelsgeschäfte und ihren Gottesdienst; und von derZeit an machten sie in Egypren einen ansenlichen Haufen aus. .
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Weiterebege- Der Rum von des Amasis Grosmut und Leutseligkeit war so gros, daß die Del-benheitm des- phier, wie ihr Tempel abgebrant war, und sie von einer Stadt zur andern umhergingen,selben. E auf solche Weise den ihnen auferlegten Antheil der Kosten aufzubringen, sich nicht nuran die Griechen in Egypren, sondern auch an den Amasis selbst wendeten, der ihnendenn tausend Talente Alaun schenkte. Er machte ein Bündnis mit den Cycenäern. Undda er zu einem griechischen Frauenzimmer Lust bekommen, oder sonst gesonnen war, ein deut-lich Zeugnis von seiner Neigung zu diesem Volk an den Tag zu legen: so heiratete er Lä-dier, die, nach etlicher Bericht, des Battus Tochter gewesen; wiewol andre vorgeben,daß sie des Arcefrlaus Tochter gewesen, nach andern aber des Crirodulus, eines sehr angese-henen Mannes unter den Cyrenäern. Diese Ehe hatte einen ungemein seltsamen Anfang,und konte ohne Beihülfe einer Gotheit nicht volzogen werden. Denn obgleich Amasis zuder Zeit, in Ansehung andrer Weibsbilder, keine Hindernis an sich fand, so verspürte er docheine gänzliche Unvermögenheit in Absicht seiner Gemalin; woraus er nach einiger Zeit ur-theilte, sie müsse ihn bezaubert und böse Künste gebraucht haben, ihn zu entkräften. Dahersprach er einmal, da sie des Nachts bey einander lagen, zu ihr: sie solle, so geübt als sie auchimmer in übernatürlichen Künsten seyn möchte, nicht vermögend seyn, der Rache zu entge-hen, die er an ihr ausüben wolle, ihrer Gotlosigkeit wegen und Undankbarkeit gegen ihn.Sie leugnete zwar diese unfreundliche Beschuldigung ernstlich, und suchte Hm eine bessereMeinung von sich beizubringen; es war aberumsonst. In solcher Angst betete sie mit Seuf-zen zur Venus, und flehete sie um ihre Hülfe an, mit dem Gelübde, daß sie im Fal derErrettung ihre Bildseule nach Cyrene schicken wolle, und daselbst aufrichten lassen. Die Göt-tin war gnädig, und Amasis befand sich andern Männern gleich, so das einige Mittel war,das ihr in dieser äussersten Noth helfen konte, und setzte dieehlicheBeiwonung der Ladiesseit dem fort mit der grösten Zärtlichkeit und Zuneigung. Ladice bezalte der Göttin ihrGelübde; deren von ihr aufgerichtete Bildseule noch einige Jahrhunderte hernach vor denThoren zu Cyrene zu sehen gewesen. Dieses Wunderwerk, wie es ohne Zweifel genantworden, setzte die Götter der Griechen bey dem Amasis in eben so grosses Ansehen, alsdiese letzter» selbst bey ihm hatten; wie man aus den heiligen Gaben abnemen kan, die ernach Griechenland verehrte. Nach Cyrene schickte er eine vergüldete Bildseule derMinerva, und seine eigne nach dem Leben gemalte Abschilderung. Der StadtLindusschenkte er zwey steinerne Bildseulen eben der Göttin, mit einem leinenen Bruststück oderMagendecke, so wunderbar verfertiget und ausgeschmückt war. Nach Gamos sandte erzwey hölzerne Bilder von seiner eignen Person, die man etliche Jahrhundert nachher hinterden Pforten des grossen Tempels der Juno stehen gesehen. Diese/Geschenk gab er nachSamos, um des polycrakes willen, mit dem er in einem besondern Bündnis gestanden.Was Lindus betrift, so erzälte man, des Danaus Töchter hätten daselbst den Miner-ventempel gestiftet, wie sie vor des Aegypnrs Söhnen geflohen. Zu allen bisher von ihmbeigebrachten grossen Thaten kömt noch dieses, daß er der erste gewesen, so Lypern bezwun-gen, und von den Einwonern dieser Insel, denCyprissrn, einen Tribut eingetrieben hat*)«
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