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z Abschmt. Die Regierungen der Könige in Egyptetu
§. 679.
Bisher haben wir diese Regierung in den majestätischen Farben vorgestellet, womit Unglück dessie die egyptischen Priester abgeschildert haben; und unter einem so klugen Fürsten, als selben.Amasis gar warscheinlich gewesen, mag der gröste Theil ihrer Erzälung wahr genug gewe-sen seyn: allein sie klebten dergestalt an dem Rum dieser Regierung sowol, als der vorherge-gangenen, daß sie darüber aller untermengten Schande derselben vergasten. Tenophonschreibt, Cyrus habe Egypten erobert»): und wenn dem also ist, so mus es zur Zeitdieser langen Regierung geschehen seyn ; und Herodonrs sagt, Amasis und Cröstrs seynmit einander in Bündnis getreten wieder den Cyrus -). Es ist unstreitig, daß TTlebu«chadnezzar das ganze Königreich beinahe völlig zerstöret habe; man findet aber nicht die ge-ringste Nachricht davon bey den weltlichen Schriftstellern, welche, soweit sie die Egyprerberüren, derselben Urkunden abgeschrieben, oder sich auf die mündlich fortgepflanzte Ueber-lieferungen ihrer Priester verlassen haben. Da es nunmehro aber nicht länger in ihrer Ge-walt gestanden, ihre Schande zu verbergen, bekanten sie dieselbe frey heraus: denn, ihren ei-genen Berichten zufolge, wurden des Amasis letztem Tage mit einem erschrecklichen Sturmverdunkelt, welcher Egyptenland den gänzlichen Untergang drohete. Ob er nun gleichnoch zeitig genug starb, der Wut desselben zu entgehen : so wurde doch sein todter Körper sograusam gemishandelt und zernichtet, daß wenn er das harte Schicksal, wozu er in demStücke verdammet wurde, hätte empfinden können, er den Verlust seines Königreichs da-gegen für nichts würde gehalten haben.
§. 680.
Denn Amasis hatte Cambyjes, den Perser, der von Natur ein hitziger und jach- VerursachungKlüger Fürst war, aufeine oder die andere Weise dermassen aufgebracht, daß man schwer- «amby^s°"uch ein änliches Beispiel von dergleichen Unversonlichker't in den Geschichten irgend eines ^
Volks antreffen wird. Der Samen, woraus diese Feindschaft erwachsen, ist uns nicht zu-verläßig, und vieleicht gar nicht bekant. Auf der einen Seite wird erzält, Amasis habeeinen egyptischen Augenarzt zu dem Könige von persien, Cyrus, geschickt, der den be-sten in seinem Königreiche von ihm verlangt gehabt. Der Man, dessen Glück es gewesen,daß er zu diesem Vorhaben von dem Könige erwälet worden, nam es sehr zu Herzen, daßer solchergestalt von seinem Weibe und Kindern gleichsam verwiesen und nach persiengesandt werden solte, sonderlich da Cyrus den besten Augsnarzt in Egypren verlangt hatte,er sich aber wohl bewust war, solches nicht zu seyn. Da nun der erboste Egyprer in persiengeblieben, und des Cambysis unruhiges Gemüt genau kennen gelernet, überredete er den-selben, einen Herold an den Amasis zu schicken und seine Tochter zur Gemalin begerenzu lassen; indem er versichert war, ein volles Maas der Rache an dem Amasis zu erhal-ten, es möchte derselbe dis Begeren willigen oder nicht. Camdyses folgte diesem Men-schen, und that, was er ihm vorgeschlagen hatte. Als der persische Herold zu dem A-masis kam, wüste dieser nicht, wozu er sich entschließen solte. Er fürchtete sich vor derpersischen Macht, wenn er eine abschlägige Antwort ertheile, und schämte sich auch desSchimpfes, der aufsein Geschlecht fallen würde, wenn er demselben wilfare; indem er wolwüste, daß seine Tochter, an stat eine Gemalin zu siyn, nichts mehr als des PersersKebsweib seyn würde. Endlich fiel ihm ein, daß sein Vorfar eine einige Töchter von un-gemeiner Schönheit und majestätischem Ansehen, Namens Nitttis, hinterlassen habe:
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