Band 
Erster Theil.
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560
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Z60 in HäupLst. Geschichte EzypLens bis zu den Zeiten AleMrders des Grossen.

in äusserster Gefar von einem unerbitlichen, grausamen und sehr mächtigen Feinde, mitdem sich ein beleidigter und fürchterlicher Freund verbunden. Allein, er beschlos sein be-ben, ehe dieser schreckliche Tag heran kam, nachdem er vier und vierzig Jahre regierethatte *). Sein todter Körper war balsamiret, und in einem Begräbnis beigesetzet, daser in dem Tempel zu Sais vor sich erbauet gehabt; doch genos er daselbst, daß wir unSder alten egypcischen Redensart bedienen, eine kurze Ruhe; wie wir bald sehen werden.Ihm folgte indessen sein Sohn, Namens pstrmmenitus

§. 68z,

I n.d.s? 4 .L 4 . Diese jetzt folgende Regierung, in welcher Egppten unter ein fremdes Joch gekommen,v. L g. ist von sehr kurzer Dauer und höchst unglücklich gewesen. Denn psammenims, desD-s Psam- Amasls Sohn, hatte kaum den Thron bestiegen, da er sich genötiget sahe, an der Spi-menitus nie- tze eines Kriegöheers nach pelusmm zu ziehen, alwo er sich lagerte, den Perser zu em-deriagevom pfangen, der nunmehro heranrückte, seine Wut über Egppcen auszulassen. Unter die-<ambyjes. ^ neuen Könige begab sich ein fürchterliches Naturwunder : Zu Theben fiel nemlichein Platzregen ; alwo man vorher niemals vom Regen gewust. Welches denn ohneZweifel als eine Vorbedeutung einer Veränderung angesehen worden; und es erfolgte

auch

(*H.) Diese angesetzte vier und vierzig Regie-rungsjahre sind in der That zu kurz, indem Ama-sig alles dasjenige verrichtet, was bereits oben um-ständlich erzäler worden, und wodurch sein Reichwieder in einen blühenden Zustand verseht worden.Daher wir disfals lieber dem Drodorus Beifalgeben wollen, welcher zehen Jahre mehr angesetzethat. Denn wo sol man sonst die vierzig Jahre fin-den, von welchen Ezechiel vorher verkündiget hat,Cap. 29, daß Egypten in denselben wüste liegensol. Diese Jahre müssen notwendig da ihren An-fang nehmen, als L 7 ebucgdnexar dieses Reich ge-demütiget und geplündert; wozu auch einige Zeitgehöret; zumal da Amasis, nach des Herovotu«eigenem Geständnis, damals noch nicht Kö-nig in Egypten war. Und wenn er auch, nachdes Diovorus seinem Bericht, unmittelbar nachde« Aprie« Tobe König worden: so hat erdoch zum wenigsten fünfzehn Jahre nötig gehabt,dasjenige, was von ihm erzälet worden, ins Werkzu richten. Solte er aber von dem Nebrrcadne-xar nur zu seinem Stathalter in Egypten gemä-ßer worden seyn, nach dessen Tode aber sich erst zumKönige über dieses Reich gemacher haben, wie einigevorgeben wollen ; so hac er noch weniger Zeit ge-habt : und es ist in Betrachtung der schrecklichen Ver-wüstung, die durch dir Babylonier angerichtetworden, nicht wol zu begreifen, wie dieses Reichin einer so kurzen Zeit wieder zu einem so blühen-den Zustande solle gekommen seyn. Oder es müsteHerovotua auch hjerbey von den egyptisihe» Prie-stern seyn bintergangen worden, daß er dasjenigedem Amasis zugeschrieben, was doch eigentlich durchandere egyptiswe Könige geschehen. Es ist dan-nenhero warscheiniich, daß die vierzig Jahr?, in wel-

chen Egypten wüste seyn solle, unter dem Lyru«ein Ende erreichet; und daß dieses Reich zwar un-ter dem Amasis in etwas wieder gebessert wor-den, gleichwol aber in Ansehung anderer Reiche,wiesolches auch Eyechiel angezeiget, sehr gering geblie-ben sey (54).

(z78. B.) Ausser den beiden alhier angezeigtenStücken, worin Drodorus vom -Herovoto abge-het, wird von dem erstem die griechische Gesanb-schaft der Einwoner vom Elrs, der Gesetze ihrerolympischen Spiele wegen, nach Egypten, nebstder ertheilten klugen Antwort, diesem Amasis beige-leget, die der andere vom Psämmis berichtet (§. 66 ?)-Bey Erzäiung der verschiedenen Meinungen, übelder Ursach dieses Krieges, meldet -Herodorus nukals eine persische Gewonheit,keinen unehlichen SoWzur Regierung zu lassen,so lange ein rechtmäßiger eheli-cher Erbe da sey. Die Mutmaffung Priveaux.kan MHerodoti Nachrichten von den egyptischen Heira-ten der persischen Könige verbunden werden : dostnachdem bereits Nebocadnexar sich Egypte«*bemächtiget, L/rus, als nachmaliger Bezwingtund Eroberer aller seiner Länder, solche BotmäßAkeit. dieses Landes aufs neue behauptet, diebvsts, sein Nachfolger, nachher nicht aufgeben «vol-len. Da denn sehr warscheinlich, und den morgen'ländlichen Gewonheiten, sonderlich des persischenHofes, gar gemäs ist, daß Lycos sowol als Law'byfts die Anzal ihrer Weiber au« Egypten verlw'ret, und sogar das königliche Hause diese« lehn-u»zinsbar gewordenen Reich« nicht verschonet haben'Sonst ist von diesem Amasis zu vergleichen PAdecmx Th. i S. 119 rc,sq. Roll'» tom.i 9.69^'und Maropam y. 6 z» lg.

(zz) S. Orixlncr krbzion. n. 491. 49».