Band 
Erster Theil.
Seite
564
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Z64 m. Hauptst. Geschichte Egypteris bis zu den Zeiten Alexanders des Grossen.

gen in der Faust zu sterben. Da nun die Perser dieses gewar wurden, hielten sie es für rat-sam, ihnen annemliche Bedingungen anzubieten: sie thaten es auch wirklich, und ihre Vor-schlüge wurden angenommen §). Die Arhenienser hatten eine Flotte von fünfzig Se-geln abgeschickt, die Insel Prosopitis zu entsetzen, auf weicher sich ihre Bürger nebst denEgyprern befunden ; allein sie kamen zu spät, und sobald sie in den Flus einliefen, wurdensie von den Persern beides auf dem Flus und von dem Ufer angefallen, so daß sie sämtlichumkamen ^). Also endigte sich nun der Krieg zwischen Inarus, dem Könige von Egy-pten, und Artaxerxes, dem Könige von persien, unter welchem sich die Egypter nachder Zeit ruhig hielten, und keinen fernern Versuch thaten, ihre Freiheit wieder zu erlangen.Sarcamas ward zum Stathalter über Egypten bestell, Jnarus aber gefangen nachSusa gebracht und daselbst gekreuzigt, ohnerachtet ihm bey der Uebergabe Sicherheit seinesLebens wegen war versprochen worden').

Amyrraus behauptete mitlerweile die morastigen Gegenden, und in dem fünfzehn-ten Jahre des KönigsArraxerpes kam eine acheniensische Schifsflotte von sechzig Se-geln zu ihm *); allein es fiel zu der Zeit nichts erhebliches zum Nachtheil der Perser inEgypten vor.

§. 688 .

J.n.d. s-;8?. Im zehnten Jahr Darms plorhus empörten sich die Egypter abermals wieder

V.L. G.4'4 . hie Perser. Denn da Amyrcäus von dem Misvergnügen der Egypter benachrichtigetDritte empö- war, und erfur, daß sie bereit seyn, alle ersinliche Versuche zur Wiedererlangung ihrer Frei-und Entledigung ihrer Botmäßigkeit zu wagen: brach er plötzlich aus seinen Morastenmyrtäus? ^ hervor, und nachdem sich alle Egypter zu ihm geschlagen, vertrieb er die Perser aus demKönigreich, und wurde König über ganz Egyprenland

Da sich Amyrräus nun durch diese gänzliche Verjagung der persir in dem Besitzdes Königreichs Egypten befand, beschlos er, sie auch in phönicien anzugreifen, in wel-chem Unternemen er die Araber zu Bundsgenossen hatte"). Allein er traf auf den Da-rms in Person, und wurde überwunden; um welche Zeit auch Amyrräus entweder gestor-ben oder in der Schlacht erschlagen worden.

§. 689 .

Pansiris Sein Sohn pausiris folgte ihm in dem Königreich mit Einwilligung der Perser ").und Psammi- Die Egypter hatten demnach nunmehro, ungeachtet sie den Persern vieleicht Tribut za-uchuK meisten, einen Befelshaber aus ihrem Volke, die Last ihrer Bürde zu erleichtern.

psammirichus folgte auf den pausiris. Er stamte von dem berümten psäm-mitichus her, dessen Geschichte wir oben vorgetragen haben. Er war ein unmenschlicherund undankbarer Man, wie aus der einigen Begebenheit erhellet, die wir von seiner Regie-rung wissen: denn Tamus, der in persischen Diensten Admiral gewesen, ob er gleich ein, Memphirer von Geburt war, hielt es aus StatSursachen vor ratsam, die persischen

Dienste zu verlassen; und weil er sich aufdes psammirichus Freundschaft verlies, den er sichvorder durch manche Gefälligkeiten verpflichtet hatte, brachte er alle seine Angehörigen undHabseligkeiten zu Schis, und segelte nach Egypten. Da aber psammitichtts seine Ab-kunft erfur, und vernam, daß er grosse Reichtümer mit sich gebracht, war er alles dessen,

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