Band 
Erster Theil.
Seite
572
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572 m.Haupst. Geschichte Egyptens bis zuden Zeiten Alexanders des Grossen.

Caimten von einer Riesengestalt zu halten ; welche Meinung derselben mit den SchriftendNssis zu vereinigen nicht ganz unmöglich zu seyn scheinet ^). Man sagt, erhübe 180 Jahrregieret: in welchem Jahr der Welt er aber den Thron bestiegen, wird nicht gemeldet. Ihmfolgte sein Sohn Tegar, oder wie ihn andre Heister,, Barras, von dem wir nichts aufge-zeichnet finden, das gemeldet zu werden verdiente.

Mestam, den einige den Sohn, andre den Bruder des lehtgedachten Fürsten nennen,folgte ihm im Reiche. Er war ein grosser Zauberer, und sol, wie man sagt, erstaunlicheDinge verrichtet haben. Als er starb, verlies er seine Kunst und seine Krone seinem Sohne.

Gaucam. Er war ein Priester, ein Weltweiser und Schwarzkünstler, und unter sei-ner Regierung sol Enoch seyn gen Himmel genommen worden. Er hatte seinen Sohnzum Nachfolger °).

Aryak übertraf alle seine Vorgänger an Geschicklichkeit in den geheimen Wissenschaf-ten, durch deren Kraft er, wie man vorgiebt, viele Wunder sol verrichtet haben. Wir müs-sen uns erinnern, daß alle morgenlandische Geschichtschreiber in der Meinung übereinstim-men , daß die Treibung der Zauberkünste und die Unterhandlung mit Geistern das grosseVerbrechen der Menschen vor der Sündflut gewesen; worin sie, wenn wir so reden dürfen,durch diejenigen Schriften bestätiget werden, die unter dem Namen der Erzväter herumge-hen, und insonderheit durch die Schrift, so dem Enoch zugeschrieben wird. Auch wirderzalt, es seyn unter der Regierung dieses egyptischen Monarchen die beiden Engel, Ha-rm und Marut, vom Himmel gestiegen und mit den Menschen umgegangen ; welchesgleichfals mit demjenigen von einem Stücke ist, was in abgedachtem Buche berichtet ist.Woraus erhellet, daß diese Fabeln sehr alt seyn, und durchgängig angenommen worden,zweifelsohne weil sie aus einigen Spuren und Anzeigen in den mosaischen Schriften ge-schmiedet worden

Sein Sohn Louchanam folgte ihm im Reiche, und that nichts merkwürdiges.

Chasälim, oder wie ihn einige nennen, Hasrlim, der Sohn des Louchanam, ist des-wegen berümt, daß er den ^ilmesser erfunden; welches ohne Zweifel in diesen Tagen vor ei-ne wundervolle Wirkung der Zauberey gehalten worden.

Harsal, oder wie ihn andre nennen, Husäl, der Sohn des Cbasalim, herschte übersein Volk mit grosser Gelindigkeit; und man sagt, unter seiner Regierung sey der Prophet^oah geboren worden.

Jladonsac folgte dem Harsal. Man erzält uns von ihm, er sey zuerst bedacht gewe-sen, den tTil brauchbarer zu machen durch Grabung der Canäle. Welches in so fern war-scheinlich ist, weil die innern Gegenden von Egypren zu dieser Zeit durchgehends bevölkertgewesen, folglich notwendig dergleichen Beihülfe müssen erfordert haben.

Semrond bekam die Krone von seinem Vater Iadonsac; von ihm selbst aber wis-sen wir nichts weiter, als daß er dieselbe seinem Sohn überlassen.

Sarias oder Garkak lies dieselbe dem

Sahaluc oder Sablik, einem berümten Monarchen, von dem uns, aller Warschein-lichkeit nach, ein merkwürdiger Bericht würde seyn aufbehalten worden, wenn sein Runlnicht djirch den Rum seines Sohnes und Thronfolgers wäre verdunkelt worden.

§. 720.

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