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Erster Band.
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Barock und Rokoko.

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stoffe zeigt in freiester Behandlung von Frucht- und Blumenmotiven beinahe■ein naturalistisches Ornament. Man nimmt gleichzeitig, unter Überwindungtechnischer Schwierigkeiten, darauf Bedacht, den Glanz durch Atlasbiudungmehr zur Geltung zu bringen, während früher nur Taffet und Köper ab-wechselten. Vorübergehend tritt in der zweiten Hälfte des XVII. Jahrh.die Spitzenmusterung auf; sie wurde hervorgerufen durch das schwungvolleAufblühen der durchCo Iber t gefördertenSpitzenindustrie.

Die Renaissance ent-artete zuerst in Italien ;

Prunksucht und Willkürverdrängten die vor-nehme Regelmässigkeitaus der auf der Antikebasierenden Ornamentikdes Cinquecento. DasStreben nach malerischerWirkung und nachüberraschenden Effektenverband sich mit einemHange zum Bizarren undführte endlich zum Ba-rockstil und Rokoko,d. i. zur gänzlichen Ent-artung der Kunstan-schauungen.

Mit dem Aufkom-men des Barockstils(Ende des XVII. Jahrh.)unterwirft sich auch dieMusterung der Seiden-gewebe dieser üppigenOrnamentik. Der Ba-rockstil war mehr auf grossen Effekt, als auf harmonischen Eindruckberechnet. Überschwengliche, sehr komplizierte Blumenranken, Guirlanden,reiche Rosensträusse, welche fast den Fond des Gewebes verschwinden lassen,behalten den Vorrang, um in der nachfolgenden Rokokoperiode einer Um-gestaltung in das kleinmusterige Blumenornament anheim zu fallen, das inborm von zerstreuten unzähligen Rosen, Blättern und Knospen zur Geltungkommt. Dem Barock gehören die besseren, an die Epoche der Renaissancee nnnernden Gewebe der letzten Hälfte des XVI. und aus dem Beginn des^VlI. Jahrh. an. Die Rokokostilrichtung entstand in der zweiten Hälfte^ es XVII. Jahrh. in Frankreich und wird wegen ihrer Unwahrheit und Ge-

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Fig. 12. Spitzenmusterung, XVII. Jalirh. Original zu Krefeld .

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