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Erster Band.
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Anfänge des Naturalismus.

schmacklosigkeit als Perücken- oder Zopfstil bezeichnet. Wohl wurden imRokoko wie in der Renaissance viele antike Motive verwendet, die Mehrzahlderselben aber zu langgewundenen Schnörkeln und willkürlichen Figuren ver-zerrt, mit welchen man in phantastischer Weise Frucht- und Blumengewinde,reichen Schild- und Bandschmuck, Fackeln, Füllhörner, Vasen, Muscheln,Draperien mit Quasten und Fransen, Genien, Masken u. s. w. verbaud. Inder Übergangsperiode zwischen dem Barock und Rokoko (zweites Viertel

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Fig. 13. Barockmusterung, XVII. Jahrli. Originalzu Krefeld .

Fig. 14. Naturalistische Musterung, XVIII. Jahrli.Original zu Krefeld .

des XVII. Jahrh.) kam eine Zeit lang die chinesische Musterung in Mode,die unter Ludwig XV. Eingang gefunden hat. Dann folgte das Muschel-motiv, von einem Lyoner Künstler ausgeführt. Nach und nach aber ge-laugte wieder das Blumenornament zur Geltung, jedoch schon in einer aus-gesprochen naturalistischen Weise, welche es der Lyoner Industrie verdankt.

Mit dem XVII. Jahrh. büsst die italienische Seidenweberei ihren Nim-bus als Schulmeisterin der modernen Webekunst ein und tritt den Vorrangan Frankreich ab, wo sowohl ihre technischen wie künstlerischen Fort-schritte der Lyoner Industrie, die bereits im XVI. Jahrh. namhafte Be-deutung erlangt hatte, eine bis auf unsere Zeit tonangebende Stellung ver-schafft haben. Die mächtige Entwickelung der französischen Seidenmauu-faktur, sowohl durch das Aufblühen der Seidenkultur, wie durch die tech-nischen Fortschritte auf allen Gebieten der Seidenverarbeitung gefördert)