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Erster Band.
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Seidenindustrie des XIX. Jahrh. Frankreich .

arbeitet ca. 5500000 kg Seidengespiuste. Nachfolgende Zahlen veranschau-lichen im allgemeinen den Gang der Seidenverarbeitung in Frankreich .

Import 1894 Export

Rohstoffe und Gespinste 266208000 Frcs. 146436000 Frcs.

Gewebe und Fabrikate 44559000 ,, 235431000 „

300767OOO Frc^ 381867000 Frcs!

Der Gewichtsmenge nach belief sich (1893) der Handelsverkehr Frank-reichs in Seidengeweben auf:

Import Export

aus Europa aus Asien 414155 kg 736884 kg 2697063 kg.

Nach den Angaben des Ministeriums für Handel und Gewerbe beliefsich (1889) der Produktionswert einzelner Industriestätten in den Seiden-fabrikaten, welche Zahlen auch für die Gegenwart gelten, auf:

Lyon .

400000000

Saint -Etienne ....

103000000

Calais , Caudry ....

93000000

Roubaix, Bohain , Amiens

25000000

Saint-Chamond ....

12000000

Troyes .

12000000

Tours.

7000000

Nimes .

4000000

Le Puy .

4000000

Im ganzen 600000000 Frcs.,

wovon ca. 260 Mill. dem Export zufallen. Der Hauptvorteil der französischen Seidenindustrie liegt darin, dass Lyon der Weltmarkt für Rohseide, undParis der für Seidenfabrikate ist, so dass die französischen Industriellen dasRohmaterial zu billigeren Preisen haben können, als ihre ausländischenKonkurrenten und mit den Richtungen der Mode stets Fühlung haben.Trotz der französischen Konkurrenz erhob sich die Seideniudustrie nament-lich im letzten Yierteljahrhundert sowohl in europäischen wie überseeischenStaaten zu immer höherer Blüte, so dass die Zeiten, wo Frankreich das fastausschliessliche Monopol der Grossindustrie innehielt, als längst entschwun-den zu bezeichnen sind. Es lässt sich nicht verkennen, dass in gewissenGenres der Fabrikation, namentlich da, wo es nicht auf Massenproduktionankommt, die französische, im speciellen die Lyoner Industrie den Yortrittnicht so bald einbüssen wird, doch tritt ihr die ausländische Konkurrenzbereits auf vielen Gebieten mit Erfolg entgegen. In einigen Richtungenist man ihr schon überlegen, wie die deutsche Sammet- und Plüschwebereiund die schweizerische Taffetfabrikation. Die Handelspolitik Frankreichs ,die, um den zeitweise auftretenden Industriekrisen vorzubeugen, zu strengmerkantilischen Mafsnabmen greift und bereits zu Zollkriegen (in letzterer