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Das Kaupenei.
Einwirkung des Kleinenberg’schen Reagens (Schwefelsäure, Pikrinsäureund Kreosot) in eine rote über *). Physiologisch ist das Ei ein Embryon-organismus, an welchem die Funktionen des Atmens leicht wahrnehmbarsind; sein Gewicht wird infolge der ständigen Sauerstoffabsorption, dieseine organischen Bestandteile in flüchtiges Wasser und Kohlensäure oxydie-rend verwandelt, immer kleiner, so dass es durch Liegen in 10 Monatenüber 12—13 °/ 0 an Gewicht verliert und zwar im ersten Monat 2 °/ 0 , imzweiten l°/ 0 , in den nächsten sechs l°/ 0 und im zehnten 9%. Duclauxveranstaltete eingehende Versuche, um die Respirationsfähigkeit der Raupen-eier zu bestimmen und kam zu dem Ergebnis, dass die erzeugte Kohlensäure-menge, die als Mals der Lebensfunktionen des Embryo gelten kann, biszum siebenten Monat nur gering ist und fast konstant bleibt, um alsdann
beträchtlich zu steigen und im neuntenMouat ihr Maximum zu erreichen. Es istbemerkenswert, dass das Raupenei vor demAuskriechen der Kälteeinwirkun" unter-
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worfen werden muss, mit anderen Wor-ten, der Entwickelungsprozess des Embryoerfordert eine Überwinterung; bei den Chi-nesen sind die Eiskammern, in welchendie Raupeneier, speciell die der einerntigenFig 34 . Das Raupenei de e Bombyx mori liilsse aufbewahrt werden, in stetigem Ge-(stark vergröBsert). brauch. Auch in der Lombardei existieren
grosse Etablissements, wo das Überwinternder Eier vermittelst kälteerzeugender Maschinen veranstaltet wird. Die künst-liche Überwinterung gestattet, das Ausbrüten der Raupeneier in 15—20 Tagennach dem Legen durch nachträgliche passende Erhöhung der Temperaturzu bewirken; ein anhaltendes Bearbeiten der frisch gelegten Raupeneiermit steifen Bürsten soll das Auskriechen binnen kurzer Frist (15 Tagen)ermöglichen. Es erhellt daraus, dass man die Raupeneier beliebig langeZeit konservieren kann, um sie dann im passenden Moment zum Ausbrütenzu bringen. Dieser Umstand ist von grosser Wichtigkeit, denn er ermög-licht es, nicht nur einerntige, sondern auch zwei- und mehrerntige Rassen zuzüchten, oder richtiger gesagt, aus einer einerntigen Rasse, wie es diemeisten europäischen sind, in einem Jahre zwei oder mehrere Bruten resp.zwei Kokonernten zu erhalten, was in ökonomischer Beziehung ungeheurenVorteil bietet. Ferner lässt sich aber auch, wie Dr. Crivelli dargethan hat,im Falle ungünstiger Witterung oder schlechter Blätterernte, das Aus-kriechen auf eine günstigere Zeit verlegen. Diese Methode wird bereitsmit grossem Erfolg bei Mailand in Via Romagnosi in der Aufzüchtereivon Filippo Antongini angewendet.
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9 A. Tichomiroff, De'veloppement du ver ä soie du murier dans l’oeuf. (Bulle-tins du Labor, de Lyon). 1891, S. 159.