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Erster Band.
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Die Verpuppung.

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Der aus Ringen bestehende Körperteil der Puppe ist beweglich; amvierten, fünften und sechsten Ringe sind flügelartige Gebilde wahrnehmbar,und lassen sich an allen die Öffnungen der Stygmata deutlich erkennen. Ent-gegen der allgemeinen Meinung, dass die Puppe leblos sei, vollzieht sich in ihrein physiologischer Prozess: das Blut cirkuliert, die Puppe atmet und lebt.

Fig. 108 Kokon des B. mori mit der äusseren Fig. 109. Maulbeerraupe nach dem Einspinnen.

Flockseide.

Nach einer Berechnung von Regnault und Reiset verbraucht 1 kg Pup-pen 0,242 g Sauerstoff pro Stunde. Unter Umständen geht dieser physio-logische Prozess mit iiusserster Langsamkeit vor sich, so dass die Puppe jahre-lang in diesem Entwickelungsstadium verbleiben kann; dies geschieht z. B.,wenn sie bei konstant niedriger Temperatur (bei etwa 2°) aufbewahrt wird;

^*S- 110. Schnitt durch Kokon nach der Fig. 111. Schnitt durch Puppe (1 Blutgefäss, 2 Nervenknoten,Verpuppung. 3 Magen, 4 Blinddarm, 5 Eierstöcke).

mm

hei 30—35° erfolgt das Ausschlüpfen des Schmetterlings schon nach 10 bis1 h Tagen. Raulin beobachtete eine natürliche Überwinterung der Puppenheim wilden Aylanthusspinner (Antli. Cynthia). Es besteht somit hier undail ch in anderer Hinsicht eine weitgehende Analogie zwischen der Puppeünd dem Raupenei, und man könnte wohl sagen, die Puppe sei das für denSchmetterling, was das Ei für die Raupe ist.

Eine Unze (25 g) Raupeneier liefert etwa 35 kg Kokons, d. i. ungefährl8 —-19000 Stück. Theoretisch sollten sich 36000 Stück, also etwa 50kg,® r geben; eine Ausbeute von 60—70°/ 0 kann indessen stets als eine be-ledigende betrachtet werden. Um den Verlust zu verhüten, den man dadurch^leidet, dass die Raupe einen Teil ihres Seidenvorrats unuiitzerweise zur An-zeigung der Hängematte verschwendet, benutzen Delprino und Sartoristatt der Spinnhütten eine Reihe von Kartonzellen (5 cm lang und hoch),welchen die Raupen das Einspinneu vollziehen können, ohne die