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Erster Band.
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Theophila Huttoni. Th. mandarina.

und Govindpore heimisch, wo sie zwei Generationen jährlich liefert. ImJ. 1837 wurde sie in Mussorien in einerntiger Varietät von Hutton ent-deckt und anfänglich für den wilden B. mori gehalten. Die Raupe liefertfeine weisse oder gelbliche, besonders aber graue Seide von sehr guter Qualität.Es ist wahrscheinlich, dass die weisse Seide der Th. Huttoni diejenige ist,welche unter dem Namenkauceya im Sanskrit erwähnt wird 1 ).

Fig. 141. Theophila mandarina (Weibchen). Fig. 142. Theophila mandarina (Männchen).

Die unter der Bezeichnung tien-sse in China bekannte Seidenart stammtvon der insbesondere in Tschekiang (N.-China ), dann in Nansin und Shoang-lin einheimischen Theophila mandarina (Moore) *). Die hellbraune Raupe,die der Maulbeerraupe sehr ähnlich ist, spinnt einen mit leichter Bourrette-hülle, manchmal mit einem Maulbeerblatt bedeckten, eiförmigen, fast weissen

Fig. 143. Kokon der Theophila mandarina.

Fig. 144. Kokon der Theophila mandarina.

Kokon, dessen Abhaspeln unter gewöhnlichen Umständen nur nach lang-wierigem Einweichen und Schlagen möglich ist, in einem Seifenbade da-gegen mit Leichtigkeit vor sich geht. Der Kokon hat eine Grösse von 27 ><

*) Rondot, Lart de la soie, 2. ed. Paris 1885.

! ) Moore, Description of new Indian Lepidoptera (Proceedings of the Zoologie 8 ^Society of London for the year 1872, S. 576).