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Mechanische Kokon Schläger.
In neuerer Zeit sind an Stelle der Handarbeit mechanische Vorrich-tungen getreten, sogenannte Kokonschläger (batteuses mecaniques), welchedie Operation in viel kürzerer Zeit verrichten. Ein mechanischer Kokon-schläger besteht aus einer Porzellanschüssel, die in einem grösserenthönernem oder metallenem Trog, in welchem das Wasser durch Bajonettrohrenach Bedarf zum Kochen gebracht werden kann, eingehängt wird undaus einer mechanisch betriebenen Bürste oder einer ähnlichen mit Ruten,Drähten, Borsten oder mit vorstehenden Spitzen versehenen Vorrichtung, welchedie Schlagwirkung ausübt. In den älteren Konstruktionen erhielt die Bürstedurch ein Excenter, einen Zahnsektor, ein Rad und ein Kegelräderpaar eineabsetzende Drehung; während des Betriebes stieg die Bürste, um die Wir-kung allmählich zu mildern, in die Höhe und kam nach einer bestimmtenZeit ganz aus dem Wasser heraus. Von weit schonenderer Wirkungsweisewar der Kokonschläger von See 1 ), der aus mehreren rotierenden Bürstenbestand, welche durch Stahlbänderfedern elastisch gelagert waren und dieKokons in gleichmässiger Weise ausschlugen. Die Behandlung dauerte ca.zwei Minuten. Einen wesentlichen Fortschritt weist aber die von Serreilkonstruierte Vorrichtung auf 2 ); sie besteht aus einer maschinell betriebenenBürste, die sich auf einer senkrechten Welle um ihre Achse dreht und inregulierbaren Grenzen auf und ab bewegt wird; während des Ganges wirdsie durch eine Feder beständig in ihre tiefste Stellung zurückgeführt, wobeisie die Kokons in entsprechender Weise berührt, nach einer bestimmtenAnzahl von Auf- und Abbewegungen aber, d. i. sobald der Schlagprozessvollzogen ist, selbstthätig ausser Betrieb kommt. Von den Kokonschlägernneueren Systems seien die von Nourrit und Coren erwähnt, die von derLyoner Buire in vervollkommneter Konstruktion gebaut werden. Über einerReihe verzinnter mit Bajonettdampfrohr, Abtropfgitter und Abflussrohreversehener Becken, läuft eine wagerechte Treibwelle mit excentrisch auf-gesetzten Rollscheiben; die über den letzteren laufenden Schnüre oder Kettentragen unten eine kleinere Welle mit daran befestigten Schlagbürsten, sodass die letzteren in elastischer Weise auf den gespannten Schnüren hängen.Die untere Welle ist in ihren Lagern mit einigem Spielraum derart an-gebracht, dass sie frei in wagerechter Lage ab und auf steigen kann,welcher Antrieb ihr durch die Excenterscheiben gegeben wird, und gleich-zeitig in gelinde oscillierende Bewegung kommt, wodurch die AngrifFsweiseder Schlagbürsten zu einer ebenso zarten, gleichmässigen, elastischen undwirkungsvollen wird, wie bei der geschicktesten Handarbeit. Vermittelsteines Hebels werden die Bürsten auf einmal nach oben gehoben und ausserBetrieb gesetzt, die Pfanne mit frischen Kokons gefüllt, die Bürsten
') Centralbl. f. Textilind. 1875.
Allg. d. polyt. Zeit. 1879. 7.J ) D. R.-P. 40742.