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Erster Band.
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Der Seidenhaspe].

Rouviere 1 ), Vaucanson 2 ), V r illard * * 8 ), Moretti 4 ), Pulleyn 5 ), fernerLeonardi, Ceriani, Reaumur, Heathcoath u. A.

Die wesentlichen Teile einer in der heutigen Seidenindustrie üblichenHaspelvorrichtung sind folgende:

1. Ein mit Wasser gefülltes Haspelbecken, welches ellipsoidale oderhalbcylinderförmige Form besitzt und 40 cm Durchmesser bei 10 cm Tiefemisst, wird durch Dampfheizung auf eine bestimmte der Feinheit der Ko-kons entsprechende Temperatur von 40—55° C. erwärmt und dient zurAufnahme der Kokons.

Fig. 210.**Kokonhaspeln in China . Fig. 211. Schema des Seidenhaspels.

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2. Ein „Spinner“ (filiere) oder Fadenleiter in Form eines Glasaugeshat den Zweck, durch seinen engen Gang die Vereinigung einzelner Kokon-fäden zu einem dichten und einheitlichen Gregefaden zu bewirken.

3. Eine Kreuzungsvorrichtung.

4. Ein Knotqnreisser (coupe-mariage), der aus gläsernen, aneinander-liegenden Walzen besteht, zwischen welchen ein enger Schlitz vorhandenist; durch den letzteren geht nur ein normaler, glatter Faden durch, jederKnoten wird dagegen angehalten.

Fig. 211 stellt die Seitenansicht eines Seidenhaspels nach demSystem Chambon dar. B ist eine mit warmem Wasser gefüllteMetallpfanne; b ein geschwärztes Brett, von welchem sich die Kreuzungs-stelle der beiden Fäden deutlich abhebt und zur Kontrolle ihrer gleicli-mässigen Beschaffenheit dient. Jeder aus mehreren Kokonfädchcn gebildete

*) Mdm. de l’Acad. 1744. p. 62.

s ) ibid. 1761.

8 ) Encyclopdd. mdthodique. Paris 1784. I.

*) Mem. della Acad. reale. Mantua . I. 454.s ) Philosopbical Transactions for 1759. p. 21.