Kreuzungsvorrichtungen.
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hat vor der doppelten den Vorzug, der Rohseide eine grössere Elasticität zuverleihen; die Festigkeitsverhältnisse bleiben in beiden Fällen gleich 1 ).Ausserdem sind bei der einfachen Kreuzungsmethode die Mariagen und dasZerreissen seltener und es ist möglich , eine gegebene Stärke (Titer) miteiner geringeren Anzahl Kokons zu erhalten. In allen Fällen ist eine überein gegebenes Mafs __ gehende Drehung unvorteilhaft.
Angesichts der Ubelstände beim Kreuzen zweier Fäden war man daraufbedacht, das Zusammenfügen der Kokonfäden und das Verdichten des Roh-seidenfadens vermittelst einer selbständigen Vorrichtung zu bewirken. Dervon Martin & Co. in Lyon konstruierte Apparat bewirkt die Kreuzungautomatisch und kann auch dazu dienen, andere Fäden mit Seide zu um-spinnen. Derselbe besteht aus einer Reihe von Metallröhren a, die invertikaler Stellung über dem die Kokons enthaltenden Becken angeordnetsind und mit sehr grosser Geschwindigkeit rotieren. Jede Röhre trägt anihrem oberen Ende einen Holztrichter c und am unteren Ende eineScheibe aus Metall oder Holz mit einer Kerbe, nach der Art des be-kannten Fadengreifers. Die Mündungen der Röhren a sind mit Porzellan-ringen versehen, durch welche die vereinigten Kokonfäden hindurchgehen,um sich auf die Haspel aufzuwickeln. Indem sie aber die Röhren a pas-sieren, vereinigen sich die Fäden zu einem einzigen Faden, welcher, indemer über die Innenfläche des Trichters c gleitet, infolge der Reibung undder Umdrehungsgeschwindigkeit eine vom Centrum nach der Peripherie pro-gressive Torsionsbewegung erhält, wodurch er, ohne Schwächung zu er-leiden, geglättet wird. Der Apparat kann auch benutzt werden, umdie Seide um einen anderen Faden, der dann gleichsam als eine „Seele“fungiert, zu spinnen. Am Rande des Beckens wird in diesem Falle eineRöhre befestigt, welche mit ihrem in die Flüssigkeit tauchenden Endevertikal unter Röhre a reicht und den zu umspinnenden Faden, dervon einer Spule durch ein Auge läuft, besagter Röhre a zuführt, inwelcher er von den mit ihm verknüpften durchpassierenden Seidenfäden um-wickelt wird. Auch kann im Falle, wo es auf grössere Regelmässigkeitder Umwickelung ankommt, der aus einer Röhre kommende Faden vermit-telst eines Führungsauges durch die zweite ähnliche Röhre passieren, inwelchem Falle die zur Erzielung eines bestimmten Fadens nötige MengeKokons in zwei Gruppen geteilt wird, wodurch Aufsicht und Kontrolleerleichtert werden. Schliesslich kann zur Einrichtung eine zweite vertikaleRöhre hinzukommen, die die Rundung resp. Drehung vervollständigt.
Auf ähnlichem Prinzip, dem eines rotierenden Körpers, ist der Kreuzungs-apparat von Bergier 2 ) (croiseur automatique) konstruiert worden. Deraus dem Haspelbecken kommende Rohseidenfaden wird in gespanntem Zu-