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Gleichmäßigkeit der Grege.
stände über eine gewölbte oder kugelrunde, weiche Oberfläche eines ausser-ordentlich rasch kreisenden Drehkörpers geführt, wodurch die erforderlicheAbrundung und Verdichtung stattfindet. Die so gehas-pelte Rohseide, sogenannte grege-trame ist dadurchcharakterisiert, dass die Verschmelzung der Kokon-fädchen ohne jegliche Drehung stattfindet, sie kannin jeder gewünschten Dicke bis zu einem Titer von120 den. erzeugt werden. Diese Grege besitzt noch dieEigenschaft, die Stofffläche besser zu decken (um20°/ 0 ) und dem Gewebe mehr Dichte zu verleihen;ausserdem ist ein Fadenstück von bestimmtem Gewicht,weil ohne Drehung, länger als dasjenige der gewöhn-ng. 220. Kreuzungsapparat liehen Grege. Ihr grösster Vorzug soll aber darin be-
von Bergler. o o o
stehen, dass sie sich in entbastetem Zustande, auchnach dem Farben, Beschweren etc. gut verarbeiten lässt, ohne von ihrerSpul- oder Webefähigkeit eingebiisst zu haben.
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Es ist bereits erwähnt worden, dass die Dichte des Kokonfadens inseiner ganzen Länge nicht gleichmässig bleibt, sondern in demMafse,wie derselbevom Kokon abgewickelt wird, immer geringer wird. Beim Haspeln, das einegewisse nicht unbeträchtliche Spannung des Kokonfadens mit sich bringt,tritt eine Erscheinung auf, die dem gerade entgegengesetzt ist; wie dort beibeinahe gleichmässiger Dicke des Kokonfadens das specifische Gewicht stetsabnimmt, so wird unter der Einwirkung der Zugkraft des Haspels der Durch-messer des Kokonfadens vermindert, während die Dichte in seiner ganzenLänge dadurch zu einer beinahe gleichmässigen gestaltet wird. Ein Rohseiden-faden aus 5 Kokons ergiebt, auf dem schnelllaufenden Haspel erzeugt, zwischendem specifischen Gewicht des zuerst aus den äusseren Schichten der Kokon-hülle gehaspelten Anteils (1,43) und dem aus den inneren Lagen hervor-gegangenen (1,41), eine nur unbedeutende Differenz. Es erhellt aus demGesagten, welche Aufmerksamkeit seitens der mit dem Haspeln betrautenPerson zur Erlangung einer gleichmässigen Dicke resp. Stärke des Roh-seidenfadens erforderlich ist. Die Hasplerin soll die Dicke (Titer) des Fadensnicht nur nach der Zahl der in Arbeit befindlichen Kokons, sondern auchnach dem Grade beurteilen, in welchem die letzteren bereits abgehaspelt sind,um die frischen, d. i. die dicksten Kokonfäden, mit den bereits zum Teilabgehaspelten, somit den dünneren, aufzuwiegen. Es ist selbstverständlich,dass das Titerverhältnis in der ganzen Länge des Fadens stets das gleichebleiben muss, und man kann hier, wo die Geschicklichkeit, Geduld und pein-lichste Aufmerksamkeit der Arbeiterin die Hauptrolle spielen, mit Rechtbehaupten: in der Hasplerei der Seidenindustrie ist eine tüchtige Arbeits-kraft alles und der Apparat bedeutet nur wenig.