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Erster Band.
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Fehler der Grege. Das Umhaspeln.

4. Es kommt häufig vor, dass infolge der übermässigen Spannung einesder Kokonfad dien an der Kreuzungsstelle bricht und von den übrigen mit-gerissen wird, wodurch an der betreffenden Stelle ein Knoten entsteht.

Fig. 227. Knoten (bouchon). Fig. 228. Anhängsel (mort-YOlant).

5. Schliesslich lassen sich stellenweise, speciell in den nach italienischerArt gehaspelten Gregen lose hängende Kokonfäden wahrnehmen, die denNamen „morts-volants“ führen und durch ungleichmässige Spannung ein-zelner Kokonfäden entstanden sind.

Die Grege wird heutzutage nur selten in dem Zustande auf den Markt ge-bracht, in welchem sie sich nach dem Kokonhaspeln befindet, vielmehr wohl stetsumgeliaspelt. Nur die geringeren Gattungen, die nicht in der Weberei, sondernfür Posamenten und Phantasieartikel Verwendung finden, werden in dem rohenZustande verarbeitet. Der Zweck des Umhaspelns ist, die beim Kokonhaspelnunvermeidlich entstehenden Ungleichmässigkeiten, Knoten, abgebrochenenFadenenden und sonstige Fehler zu beseitigen. Namentlich für die unregel-mässigen asiatischen, insbesondere chinesischen Gregen ist das Umhaspelnunumgänglich notwendig und wird heutzutage in den Produktionsländern selbstvorgenommen: diese umgehaspelten Gregen heissen re-reeled oder redevidees.Das Umhaspeln findet in der Weise statt, dass die Grege von einem Haspelüber einige Fadenführer zu einem anderen Haspel läuft, während sie vonder Arbeiterin scharf beobachtet wird. Der letztere Haspel ist mit Zähl-vorrichtung versehen. Die Spannung des Fadens ist absichtlich eine etwasstärkere, als beim gewöhnlichen Winden, damit alle schwachen Stellen vonselbst reissen. Aus diesem Grunde erfordert diese Arbeit grosse Auf-merksamkeit, denn der Haspel setzt seine Umdrehungen fort, auch nach-dem der Faden gerissen ist; hält der Arbeiter den Haspel nicht sofort an,so sind die Sträuge nicht von der erforderlichen, durch die Zählvorrichtungangezeigten Länge. Um diesem Übelstand abzuhelfen, werden in neuerer Zeitbei allen besseren zum Winden der starken Gregen bestimmten Maschinen Ab-stellvorrichtungen für den Fadenbruch getroffen, die in einem freihängendenFadenführer bestehen, der von dem gespannten Faden getragen wird und miteiner den Haspel in Stillstand versetzenden Vorrichtung verbunden ist. Beifeinen Gregen besitzt der Faden eine viel zu geringe Stärke und Spannung,um den Hebel zu tragen. Die Unterbrechung der Bewegung kann somit nurvon dem Ablaufhaspel ausgehen oder es wird, wie bei dem Apparat vonCorret, elektrischer Strom zu Hilfe genommen, der die Anwendung einessehr leichten, freistehenden Fadenführers gestattet und beim Fadenbruchden Haspel automatisch sofort ausser Betrieb setzt. Der Strom unterbrichtsich dann von selbst, da er nur im Augenblick des Bruches in Wirkung tritt.