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Automatisches Haspeln.
tungen noch nicht allgemein gebräuchlich sind, so scheinen sie nichtnur für die europäische, sondern speciell für die amerikanische Sei-dengewinnung, wo die teuere Handarbeit bisher ihrer Entwickelung imWege stand, von Wichtigkeit für die Zukunft zu sein. Diese Vorrichtungenbieten nicht nur zu unserem Thema einen interessanten Beitrag, sondernsind im allgemeinen ein schönes Beispiel menschlichen Scharfsinns undFleisses, so dass man nicht umhin kann, sie hier anzuführen.
Trotz der peinlichsten Aufmerksamkeit der Hasplerin wird es ihr bei-nahe unmöglich, einen absolut gleichmässigen Seidenfaden zu erzielen, be-sonders am Schluss der anstrengenden Arbeit, und wenn sie sich nur da-
Fig. 231. Automatischer Kokonhaspel.
nach richten will, die Dicke des Gregefadens lediglich nach der Zahl derin Arbeit befindlichen Kokons zu beurteilen. Dieser Ubelstand hat dazugeführt, nach einem Seidenhaspel zu suchen, der sowohl die Auffindung desKokonfadens als sein Anlegen besorgen, wie in jedem Augenblick die Dickedes Rohseidenfadens messen und frische Kokons automatisch einschaltenwürde. Die Lösung dieses Problems ist dem Amerikaner Serreil nachmehrjährigen Versuchen gelungen und zwar in einer Weise, die in theo-retischer Hinsicht als glänzend bezeichnet werden muss.
Eine seiner ursprünglichen Vorrichtungen besteht ira Seideuhaspel mitselbstthätiger Regulierung der Fadendicke. Der Grundgedanke dieser Er-findung ist derselbe wie der zur Registrierung der Fadendicke konstruiertenApparates, nämlich den elastischen Faden über zwei Rollen hinwegzuführenin der Art, dass der Faden sich um einen gewissen Prozentsatz seiner Längeausdehnt und dabei die Hebelschwingungen veranlasst, welche vom Erfinder