Prüfung der Rohseide.
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hin ein genaues, zuverlässiges Bild der physikalischen Beschaffenheit desRohseidenfadens. Die Einrichtung des Apparates ist die folgende: DieKurbel an B setzt den Apparat in Bewegung, wobei sich für die WalzenA und Ä ungleiche Umfangsgeschwindigkeit ergiebt. Indem der Fadenvon A’ über Haken G nach A läuft, dehnt er sich etwas aus. Dasan der Stifthülse H einsetzende Gewicht übt auf den Hebel E einender im Faden herrschenden Spannung entgegengesetzten Einfluss aus.Sind beide Kräfte gleich gross, so bleibt der Hebel E und mit ihm derStift H unbeweglich, auf dem Papierstreifen der Rolle I entsteht einegerade Linie, die zickzackartig wird, sobald im Faden eine schwächere oderstärkere Stelle vorkommt. An Stelle des Gewichtshebels kann auch die inder Fig. 229 dargestellte leicht beweglich gelagerte Stange treten, die vorn
Üb
Fig. 230. Gleichmüssigkeitsmeaser für Kobseide.
die Leitrolle d, hinten den Schreibstift h trägt und mit einer Feder f ver-bunden ist, die der Zugspannung des Seidenfadens das Gleichgewicht hält.Mit dem Apparat ist eine Vorrichtung verbunden, welche die etwa vor-handenen Knötchen etc. angiebt. Sie besteht aus einem um eineAchse schwingenden Hebel x, dessen Ende dicht über dem Seidenfaden yliegt, während das andere mit einem Zeichenstift z behufs Aufzeichnung derKuotenlage versehen ist.
Wie schon angedeutet, ist eine geschickte (daher aber teuere) Handarbeitdie Hauptbedingung bei der Verarbeitung der Kokons. Es hat infolgedessennicht an Bestrebungen gefehlt, die Gewinnung der ■ Seidenfaser zu einemrein mechanischen, von der individuellen Befähigung der Hasplerin unab-hängigen Prozess zu gestalten, wie dies auf anderen Gebieten derTextilindustrie bereits gelungen ist. Von der Operation des Schlagens be-ginnend, bis zum Aufwickeln des fertigen Gregefadens, sollte die Maschinealle geschickten Handgriffe selbstthätig bewirken. Obwohl diese Vorrich-