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Erster Band.
Seite
419
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Gregeproduktion. Korea. Indien . 419

Ballen:

Nach:

1869/72 >)

1875/76

1880/81

1886/87

1891/92

1894/95

England ....

7805

8362

12387

518

308

44

Kontinent ....

4301

4878

4481

11872

18698

22607

Amerika ....

233

351

5471

14000

30035

28745

| 12339

13591

22339

26390

49041

51396

Kilogramm:

| 740000 | 815450 (1340000114780001299400013084000Die Verteilung des Exports nach den europäischen Handelsplätzen istdie folgende (1893/94):

Lyon

. 17439

Ballen

Marseille .

. 2819

London

1958

11

Mailand

1918

1»

Zürich .

498

11

Die Halbinsel Korea erzeugt weisse, der chinesischen sehr ähnliche Roh-seide, die jedoch fast ausschliesslich im Lande selbst verbraucht wird. Esist aber wahrscheinlich, dass die koreanische Grege, deren Produktion manauf etwa 400000 kg schätzen kann, in Zukunft als Exportartikel Beachtungfinden wird, und dies um so mehr, als sie von schöner weisser Farbe undsehr guter Qualität ist. Ein Teil der Kokons dient zur Fabrikation vonPapier, das grosse Zähigkeit besitzt und Absatz nach der Mandschurei undSüdchina findet, wo es zu Fensterscheiben verwendet wird.

Obwohl die Verarbeitung der Kokons in Indien noch den vorgeschicht-lichen Zeiten angehören mag, so ist doch die eigentliche Gewinnung derGespinste vermittelst des Abhaspelns erst in das V. oder VI. Jahrh. n. Chr. Geb.zu verlegen. Allem Anscheine nach erlernten die Indier diese Kunstvon den Eingeborenen Baktriens und Kaschmirs oder Pendschabs. Im erstenDrittel des XIII. Jahrh. verwendeten die Manufakturen Luccas die Seidenvom Ganges (seta Gangia). Diese Seide, von dem mehrerntigeu Bombyx for-tunatus herstammend, dürfte gelb gewesen sein. Im Laufe der Jahrhundertewar dieses Gewerbe auf die Bedürfnisse der einheimischen Weberei be-schränkt, und man kann annehmen, dass die Produktion 600000—1000000 kgjährlich betrug. Erst zu Anfang unseres Jahrhunderts begünstigten so-wohl die Kolonialpolitik Napoleons , durch welche England genötigt wurde,seinen zu jener Zeit sehr bedeutenden Seidenhedarf aus Indien zu beziehen,sowie die rege Thätigkeit der ostindischen Kompagnie den Aufschwungindischer Seidenproduktion. Bereits 1808 waren einige grosse, nach ita-lienischer Art eingerichtete Seidenfilanden im Betriebe, die einen grossenTeil ihrer Produktion von ungefähr 2000000 kg Rohseide und Abfälle ex-

9 Gegen 14 691 Ballen in den Jahren 1863/66.

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