Das Mulinieren.
437
Oktober 1885 .
460
Letztes Drittel der Saison
573
August 1886 .
635
Januar 1887 .
668
Februar 1887 .
570
August 1887 .
680
November 1887 .
515
November 1888 .
480
Dezember 1888 .
550
Schluss der Saison . • . .
530
Dezember 1889 .
650
Die unmittelbare Wirkung der Spekulation auf die Produzenten wirdindes gewöhnlich durch die zwischen ihnen und dem Exporteur vermit-telnden Zwischenhändler ahgeschwächt. Aber auch die letzteren würdenhei ihrer oft nur geringen Kapitalkraft nicht im stände sein, gegenübereiner andauernden Baisse ihre Vorräte zurückzuhalten, wenn nicht dieBanken einspräugen, deren Konkurrenz untereinander gelegentlich zu sohoher Beleihung der Seiden führt, dass bei starken Baissen ihr zeitweiligerWert keine genügende Sicherheit mehr bietet und beide Parteien Verlusteerleiden. Durch diese Procedur der Banken wird dem bedenklichen Spe-kulationsgeschäft noch mehr Boden gegeben.
* *
*
Die Gregeseide findet in dem rohen Zustande, wie sie nach dem Haspelnhervorgeht, nur beschränkte Anwendung für Phantasieartikel und Posa-menten. Für die meisten Verwendungsarten, sowohl für die Webereiwie für die Wirkerei, Strickerei etc., muss die Grege einer Behandlungunterworfen werden, welche sie reinigen und webefähig — falls sie als solcheverwebt werden soll — oder den verhältnismässig dünnen Rohseidenfaden um-fangreicher und für die weitere Verarbeitung geeigneter gestalten soll.Das Mulinieren (moulinage) der Rohseide bezweckt die Vereinigung mehrererGregefäden unter gleichzeitiger Verbindung derselben vermittelst derDrehung oder Zwirnung. Auch ein einfacher Rohseidenfaden wird für einigeVerwendungsarten gedreht, wodurch er an Rundung, Dichte und Stärkegewinnt. Da nämlich in der Rohseide die Fäden gerade ausgestreckt neben-einander liegen und nur durch den natürlichen Leim verklebt sind, welcherbeim nachträglichen Entschälen der Seide aufgelöst wird, so würde sich dieRohseide nach dieser letzteren Operation, ohne vorhergegangene Drehungdes Fadens, in lauter lose Fädchen spalten und unbrauchbar werden.
Die Art und Weise des Mulinierens hat grossen Einfluss auf den fertigenStoff, und die Aufgabe des Seidenwebmeisters richtet sich nicht nur aus-