Band 
Erster Band.
Seite
440
JPEG-Download
 

440

Spülmaschinen.

durch Schnüre verbunden sind. Auf der Nabe eines jeden Haspels hängtein loser Ring mit einem daran befestigten Gewichte, damit sich derselbeinfolge der dadurch erzeugten Reibung nur in dem Mafse dreht, wie derSeidenfaden von den Spulen aufgenommen wird und diesen also in der Be-wegung nicht voreilt. Auf den zu beiden Seiten der Maschine angebrachten,in Pfannenlagern des Gestelles drehbaren Wellen sind für jeden Haspel zweiScheiben befestigt, welche den darauf liegenden, kleinen, entsprechendgearbeiteten Spulen infolge der Reibung Bewegung mitteilen. Die Ein-kerbungen in den an dem Tische befestigten Konsolen dienen als Pfannen-lager für die Spulenspindeln und zwar in der Art, dass, wenn die Spillenin die vordere Einkerbung gelegt werden, die Eriktionsscheiben dieselbendrehen, dagegen in den etwas höher liegenden Einschnitten keine Berüh-rung, also auch keine Drehung derselben stattfinden kann; sie werden indie hinteren Einkerbungen gelegt, wenn die dazu gehörigen Fäden reissen.Die Spulen sind von Holz und haben einen Durchmesser von 5—6 cm, da-mit sie einesteils zur Aufnahme einer grossen Fadenlänge verwendbar sind,ohne dass der Durchmesser und infolgedessen die Peripheriegeschwindig-keit zu sehr vergrössert und anderenteils der Seidenfaden nicht durchscharfe Biegungen beschädigt wird. Man bedeckt daher die Spulen nurmit einer dünnen Schicht Fäden und ersetzt sie daun durch leere. Ausser-dem ist es nötig, die Fäden spiralförmig über die ganze Spulenoberflächezu verteilen, damit augenblicklich die Enden der abgerissenen Fädenwiedergefunden und befestigt werden können. Zu diesem Zwecke sind zweihölzerne Schiebeleisten mit den darauf befestigten Fadenführern angebracht,welche durch nachstehend beschriebene Vorrichtung parallel mit den Spulenbewegt werden. Die am Stirnende der Maschine in zwei Lagern drehbareWelle wird durch das darauf sitzende Stirnrad, welches mit irgend einemandern durch Elementarkraft bewegten Stirnrade mittels einer Ausrückungbeliebig in und ausser Betrieb gebracht werden kann, in Bewegung gesetzt,und letztere durch konische Räder auf die bereits früher erwähnten Wellenund sofort auch auf die Spulen übertragen. Ferner ist auf dieser Welle,fast in der Mitte, ein elliptisches Rad befestigt, welches dem auf einerfesten Achse drehbaren Rade von derselben Grösse und Form Be-wegung mitteilt. Endlich steht eine auf der Fläche des letzteren Radesfestgeschraubte Warze durch eine gabelförmige Stange mit zwei Schiebe-leisten in Verbindung. Diese Warze, welche dem Mittelpunkte des letzterenRades mehr oder weniger genähert werden kann, muss einen Kreis beschrei-ben, dessen Durchmesser gleich dem erforderlichen Ausschlag der Schiebe-leiste oder gleich derjenigen Länge der Spulen ist, welche mit Seide bedecktwerden soll. Wäre statt dieser Vorrichtung, durch welche der Faden gleich-mässig über die Spule verteilt wird, ein gewöhnlicher Krummzapfen an-gebracht, so müssten die Spulen an beiden Enden eine grössere Fadenlängeaufnehmen, als in der Mitte, weil hier die Geschwindigkeit der Schiebeleistegrösser als an den Enden ist. Diese Spülmaschine erfordert einen Raum