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Erster Band.
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Das Putzen.

gehalten, wodurch der Faden allmählich in seiner Bewegung gehemmt wirdund dadurch die aufwindende Spule zum Stillstand zwingt; hierauf wird derangehäufte Ausputz vom Fadenreiniger weggenommen. Das Putzen derGrege nach dem ersten Winden erfordert bei gleichem Quantum mindestensebensoviel Zeit wie das Winden selbst. Bei ganz unsauberen Gregen wirddas Verhältnis noch ungünstiger, und da eine Arbeiterin nicht mehr als15 Spulen bedienen und höchstens 50 g pro Spule sauber zu putzen imstände ist, so beträgt die Produktion in 10 Stunden höchstens 750 g. Esist jedoch nur ein ziemlich geringer Teil der Unreinlichkeiten, welchesich derart durch den Putzapparat entfernen lassen. Die Hauptarbeit derArbeiterin besteht im Ausbrechen derjenigen Fäden, welche auf längerenoder kürzeren Strecken mit Knoten etc. behaftet sind, und müssen sehr un-gleiche Stellen, die entweder zu dick oder zu dünn sind, ebenfalls aus-gebrochen werden.

In der Putzmaschine von Montauzan 1 ) bildet die Spulen reihe an den bei-den Seiten der Maschine, wie in dem später zu behandelnden Mulinierstuhl, eineovalförmige Kurve, weshalb die Maschine den Namen „moulin-purgeur“ er-halten hat. Die Gregefäden laufen von den Spulen über einen Glasstab nachden in der Fig. 247 dargestellten Putzern und dann über den Glasstab nachder Aufwickelbobine. Das Aufwickeln auf letztere findet in regelmässigerWeise durch Vermittelung einer Balancierstange statt, deren Schwingungs-umfang den Endpunkten der Wickelung an der Spule entspricht. DieBobinen sind auf Spindeln montiert, die durch einen endlosen Riemen ange-trieben werden. Die Spindeln tragen ausserdem noch besondere Stifte, aufwelchen die Bobinen ruhen. Der Riemenlauf regelt die Geschwindigkeit derSpindeln und mittelbar der Bobinen, welche somit unter der Einwirkung zweierAntriebe, der Stifte und der Spindelachsen, rotieren, auf welchen die Bobinensitzen. Dieser zweite Antrieb ist indessen im Vergleich zum ersteren sehrschwach, so dass man die Spule als einzig unter der Einwirkung des Stiftes(embase) betrachten kann, und es ist erklärlich, dass nur ein geringerWiderstand nötig ist, um die Spule anzuhalten. Setzt man nun voraus,dass ein Knoten am Putzer angelangt und klein genug ist, um den-selben zu passieren, so wird doch durch den infolge der Reibung entstehen-den Widerstand die Spule angehalten; ist aber der Knoten so gross, dasser den Putzer nicht passieren kann, so steht ebenfalls die Spule ohne Stossstill, ohne dass der Faden zerreisst. Man spart dabei an Arbeit, Motor-kraft, Zeit und vermeidet die häufigen Knotenstellen.

In den Garnputzvorrichtungen von Suggitt und Boyd ist die Vorrich-tung getroffen, die Weite der schlitzförmigen Aussparung der Stärke desFadens anzupassen. Die Vorrichtung von Boyd besteht aus zwei Plat-ten mit Putzkanten, welche vermittelst zweier Federn genau parallel zueinander gehalten werden können und sind die letzteren mit ihren Enden in

*) L’Industrie textile, 1891, p. 351.