Band 
Erster Band.
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Spülmaschinen.

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Welle eine kleine Kurbel trägt, welche die Pleuelstange B bewegt, die wiederden doppelarrnigen Hebel C und mit diesem die Glasstange D in schwingendeBewegung versetzt. Au C schliesst sich bei D die Stange E, welche einemeinarmigeu Hebel H , der den Fadenführer F trägt, die Schwingungen mit-teilt. Die Hebel C und H sind mit den Stangen B und E durch Gelenkeverbunden. Der Faden geht einerseits über die schwingende Glasstang^ undandererseits durch den schwingenden Fadenführer F und wickelt sich des-halb, von etwaigen Hindernissen befreit, sicher und leicht auf die Spule.Die Vorrichtung kann für Haspel aller Arten, welche zum Abwinden vonin Strähneu gelegtem Faden auf Spulen dienen, benutzt werden.

In der runden Seidenwindemaschine von Graf 1 ) wird eine grosse An-zahl Haspel, z. B. 28, angebracht, von deuen jeder 3 Spulen bedient, näm-lich eine Spule zum Auflaufen und zwei Spulen zum Ablaufen und Über-tragen des Fadens. Der Antrieb der Spulen erfolgt direkt von einemSchwungrad mittels Friktion auf in der Achse der Spulen liegende Wirtel.Die Spulen sind mit konusartigen Stiften versehen, die sich verschiebenlassen, infolgedessen Spulen von verschiedener Länge verwendet werdenkönnen.

Von Vogt ist an dem Haspel eine Verbesserung getroffen worden, durchwelche das zeitraubende Richten und Ausgleichen der einzelnen Stäbe beimAuflegen des Stranges vermieden wird. Durch eine einfache Handhabungkönnen sämtliche sechs Stäbe gleichzeitig und gleichmässig verschoben unddie Stränge festgespannt werden; der Haspel läuft ohne besonderes Richtenvollkommen egal.

Nach der Überführung auf die Bobine wird die Grege einer zweitenReinigung unterworfen, welche die Erzielung eines glatten, glänzenden undflaumfreien Fadens bezweckt. Der von einer Bobine auf eine andere über-führte Rohseidenfaden passiert den Fadeuputzer (purgeur), welcher, wiegesagt, schon in der Spülmaschine vorkommt und einen engen Schlitz bil-det, durch den der glatte und regelmässig dicke, nicht aber mit Knotenund Flocken behaftete Faden hindurchgeht; in letzterem Falle entfernt derPurgeur den Fehler von selbst oder lässt den Fadeu eutzweireissen. Dieputzende Schlitzfläche besteht entweder aus Tuch, Achat oder Stahl; dieletztere Art kommt jetzt iu allgemeinen Gebrauch. Fig. 246 stellt dieallgemeine Anordnung eines tuchenen, Fig. 247 eines stählernen Purgeursdar. Bei dem ersteren sind die Spalten mit weichem Filz belegt, C ist dieSpule mit dem Laufstock. Bei dem zweiten ist der Schlitz aus zwei stähler-nen glatten Flächen L gebildet, dessen Weite je nach Beschaffenheit undDicke des Gregefadens vermittelst einiger Schrauben V V verstellt wird; derSeidenfaden wird über einen Glasstab B V geführt.

Alle Unreinlichkeiten des Fadens werden hinter dem Schlitz zurück-

') Schweizerisches Patent 544.