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Erster Band.
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Zwirnmaschinen.

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kürzung des Fadens nicht eintritt. In Wirklichkeit ist dies ja der Fall,wodurch n 2 etwas grösser wird. Auf eine Längeneinheit des Fadens kom-

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men mithin T = T ^ n Drehungen. In der Gleichung für n 2 sind « 1 und 11

konstante Grössen, d nimmt zu, d i dagegen ab, folglich n 2 auch zu, gleich-zeitig wächst aber auch die Geschwindigkeit des Fadens. Bei passenderWahl der Verhältnisse lassen sich somit irgendwie erhebliche Differenzen inder Drehungszahl (Draht) T unschwer verhindern. Die gegenwärtigen Kon-struktionen der Seidenmühlen unterscheiden sich von den früheren vorteil-haft dadurch, dass sie in dieser Hinsicht viel gleichmässigeres Gespinst liefern.

Die Spindeln der Etagenzwirnmaschine werden durch endlose Riemenangetrieben, die über grosse Rollen laufen und, die Wirtel aller Spindelnmit gleicher regulierbarer Reibung berührend, dieselben in Betrieb setzen.Der Faden läuft von den auf den Spindeln sitzenden Spulen auf die auf-windenden durch Friktionsrollen angetriebenen horizontalen Blechspulen,wobei er durch den Flügel die erforderliche Zwirnung empfängt. Die Auf-wickelspulen erhalten mittels eines Herzexcenters eine gleichförmige, hin-und hergehende Bewegung. Um die Faden Windungen auf der Lieferungs-walze in gleichem Abstande voneinander zu halten und somit jede Ver-schiebung unmöglich zu machen, sind besondere Fadenführer konstruiertworden. Eine solche Vorrichtung besteht z. B. aus einem Halter mit Zapfen,auf welchem eine mit mehreren Röllchen versehene drehbare Walze ange-bracht ist, ferner aus einer ebenfalls an dem Halter befindlichen Öse, durchwelche der Faden gezogen wird. Der letztere wird dann um je eine Rollein der Führungswalze gelegt und um die Lieferungswalze gewunden. EineArbeiterin kann 180 Spindeln bedienen und leistet in 10 Arbeitsstundenca. 15 kg gezwirntes Gespinst.

Es werden auch einfachere, einstöckige Zwirnmaschinen sowohl für Or-gansin, wie für Trame von derselben Einrichtung, wie die obige Etagen-zwirnmaschiue gebaut, die jedoch mit viel grösserer Geschwindigkeit derSpindeln, von mindestens 10000 Touren pro Minute, betrieben werden. EineArbeiterin kann 100—120 Spindeln bedienen und liefert in 10 Arbeits-stunden ca. 25 kg Trame. Eine Spindel zwirnt in 10 Arbeitsstunden circa13 g Orgausinvorzwirn, Titer 9/10 den., mit 500 Drehungen pro m; zurHerstellung von 5 kg Vorzwirn (Filato) sind daher 384 Spindeln erforder-lich. Zum Nachzwirnen (Torto) desselben Quantums Organsin genügt dieHälfte dieser Spindelzahl. Die zweite Zwirnung wird stets in entgegen-gesetzter Richtung gegeben, wie die erste beim Filieren.

Vor etwa 15 Jahren entsprachen sich im Fabrikbetrieb: 520 Spulen,120 Putzbobinen, 1370 Filierspindeln, 40 Dublierspulen und 1000 Zwirn-spindeln. 100 Zwirnspindeln lieferten durchschnittlich 900 g Gespinst proArbeitstag. Die Betriebskosten und Arbeitslohn betragen für 1 kg Ouvrees18—19 Frcs. in Frankreich und 15 Frcs. in Italien 1 ).

') Morel, Essai sur le travail de la soie en France et en Italie. Lyon 1879.